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Am 15. Dezember wird über die Fusion von Hermetschwil-Staffeln mit Bremgarten abgestimmt. Kurz und prägnant bringen es die Fusionsgegner auf den Punkt: «Wer fusioniert – verliert.» Sie haben nun ein Komitee gegen den Zusammenschluss geschaffen.
Dabei betonen sie: «Wir sind nicht gegen Bremgarten. Sondern für Hermetschwil-Staffeln.» Gegen die Fusion hat sich ein Komitee gebildet. «Heute können wir selbst entscheiden, welche Entwicklung unser Dorf nehmen soll», sagt Harald Ronge. Die intakte Dorfstruktur, die er in Hermetschwil-Staffeln vorgefunden hat, liess ihn vor nicht allzu langer Zeit ins Dorf an der Reuss ziehen. «Der dörfliche Charakter ist unsere Stärke», führt der Lehrer weiter aus und verweist auf die bereits gute Zusammenarbeit mit Bremgarten, die weiterhin wichtig, jedoch auch ohne Fusion möglich sei.
Für Markus Wey von der ortsansässigen wey&burkard Elektroberatung ist klar, «dass kleinere Einheiten effizienter sind. Häufig nehmen die Kosten zu, wenn die Verwaltung grösser und so genannt professioneller wird. Lösungen, die vor Ort getroffen werden, sind sehr oft günstiger.»
Auch das Argument eines niedrigeren Steuerfusses wollen die Gegner so nicht gelten lassen. Sie geben zu bedenken, dass die Pro-Kopf-Verschuldung von Bremgarten um fast 70 Prozent höher liegt als jene von Hermetschwil-Staffeln. Kommt dazu, dass in Bremgarten grosse Ausgaben (Renovation/Abriss des Hallenbades) anstehen.
Die Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 15. Dezember, 20 Uhr, wurde ob des grossen Publikumsinteresses in die Turnhalle des Kinderheims verlegt. (hzh)