Widen
Knatsch an der Gmeind in Widen: Ein Viertel geht vor dem Ende

An der Gemeindeversammlung in Widen stürmte es draussen wie auch drinnen. Ein Viertel der Stimmberechtigten verliess die Mehrzweckhalle, bevor Gemeindeammann Vreni Meuwly die Versammlung überhaupt geschlossen hatte.

Erna Lang-Jonsdottir
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Stein des Anstosses: Die Burkertsmatt.

Stein des Anstosses: Die Burkertsmatt.

Lukas Schumacher

Die ehemaligen drei Beschwerdeführer in Sachen Sportanlage Burkertsmatt entfachten zum Schluss der Versammlung eine heftige und emotionale Diskussion. Eigentlich wollte sich Gemeindeammann Vreni Meuwly unter «Verschiedenes» nur für das wunderschöne Einweihungsfest der Sportanlage Burkertsmatt Anfang Juni bedanken.

Zum Erstaunen der Anwesenden wurde sie dann durch die ehemaligen Beschwerdeführer mit Kritik und Fragen bombardiert. «Mit der Schlüsselübergabe und einem Einweihungsfest wurde zu oft, zu laut und zu viel lange in die Nacht hinein gefeiert», waren sich die drei Beschwerdeführer einig. Auf welcher Rechtsgrundlage die Bewilligungen überhaupt erteilt worden seien; die Lärmemissionen seien ganz sicher nicht eingehalten worden, ärgerten sie sich.

«So geht das nicht»

«Die Gesuche wurden mit den Gemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg und Berikon besprochen und anschliessend anhand des Polizeireglements bewilligt», konterte Meuwly gelassen. Auch Ausnahmebewilligungen seien anhand des Polizeireglements erteilt worden «und nicht nach dem Betriebs- und Benützungsreglement», betonte sie.

Doch als die ehemaligen Beschwerdeführer nicht locker liessen, wehrten sich mehrere fassungslose Stimmbürger für den Gemeinderat. «So geht das nicht! Wir hatten ein wunderbares Fest und jetzt kommt ihr wieder», meinte der eine. «Ich habe kein Verständnis für euer Verhalten», fügte ein anderer hinzu. Als Meuwlys Angebot, die Angelegenheit unter vier Augen zu besprechen, gescheitert war - erhob sich ein Viertel der Versammlung und schritt zum Apéro bevor Meuwly die Versammlung geschlossen hatte.

Doch wie sich der Wind draussen gelegt hatte, legte er sich auch drinnen. Ende gut, alles gut; die Versammlung bewilligte alle Anträge des Gemeinderats - auch die Wiederaufnahme des Projektierungskredits für die Planungs- und Bebauungsstudie von 30'000 Franken im Zusammenhang mit der Neuorganisation des Mutschellenknotens. Wie die az Aargauer Zeitung berichtete, wird der Kanton die Studie mitfinanzieren und begleiten. Ziel der Studie ist die Prüfung der städtebaulichen Entwicklung des Mutschellens. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich vom Spar in Rudolfstetten bis zur Migros in Widen und zum Berimärt in Berikon. Dazu gehört auch die Entflechtung der Mutschellen-Kreuzung.