Jonen

«Kleinkriminalität von Asylbewerbern im Griff»

Polizei-Hauptmann Peter Kaltenrieder mit neuem Werbemittel gegen Autodiebstähle.

Polizei-Hauptmann Peter Kaltenrieder mit neuem Werbemittel gegen Autodiebstähle.

Aktion «Crime Stop» der Kantonspolizei Aargau zeigt laut Peter Kaltenrieder auch im Bezirk Bremgarten Wirkung. Laut Kaltenrieder gelang es durch repressives Vorgehen, die Kleinkriminalität bei den Asylbewerbern einzudämmen.

Was hat die vor vier Monaten im Aargau lancierte Aktion «Crime Stop» gebracht? «Erste Erkenntnisse und einige positive Zwischenergebnisse», sagte Polizei-Hauptmann Peter Kaltenrieder, Abteilungschef Kapo Ost, an der Bezirkskonferenz der Gemeindeammänner in Jonen.

Laut Kaltenrieder gelang es durch repressives Vorgehen, die Kleinkriminalität bei den Asylbewerbern einzudämmen. Dies in der ganzen Region Ost, wozu auch der Bezirk Bremgarten gehört. Zudem habe man im Aargau einen deutlichen Rückgang der Autoeinbrüche festgestellt.

Zahlreiche Einbruchdiebstähle

Kaum Wirkung hat «Crime Stop» bei den Einbruchdiebstählen in Wohnhäuser und Betriebsgebäude erzeugt. Die Zahl der Einbruchdiebstähle ist hoch geblieben. «Wir konzentrieren uns jetzt verstärkt auf diese Einbruchserien», erläuterte Kaltenrieder. Die Einbruchserien würden vorwiegend von gut organisierten Banden aus Osteuropa verübt. Es brauche enorme polizeiliche Anstrengungen, um diesen «motorisierten Profi-Kriminaltouristen» beizukommen.

Neue Werbemittel

«Luege. Lose. Melde!» heisst eine handliche neue Broschüre der Kantonspolizei Aargau. Im Werbemittel stehen einige Ratschläge und Sicherheitstipps. Eine zweite Werbebotschaft will die Polizei unter die Leute bringen, respektive direkt an den Türen parkierter Autos anbringen: Anti-Fahrzeugdiebstahl-Warnungen aus Karton, die mit einem Henkel versehen sind (siehe Foto).

Peter Kaltenrieder teilte den Gemeindeammännern aus den 23 Gemeinden des Bezirks Bremgarten einige Zahlen und weitere Fakten zu «Crime Stop» in der Region Ost mit. Aus schwer nachvollziehbaren Gründen durften die Medienvertreter diese Zusatzinformationen nicht hören. Sie mussten draussen vor der Türe des Versammlungsraums warten.

Bundesgelder für Agglo-Projekte

Ein zweites Referat an der Bezirkskonferenz hielt Lukas Lauper, der Projektleiter Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung Kanton Aargau. Laut Lauper wird der Bund 2013 entscheiden, welche Agglo-Projekte der zweiten Generation er unterstützen will mit Subventionszahlungen von bis zu 50% aus seinem Infrastrukturfonds.

Auf der in Bern eingereichten Liste stehen mehrere Vorhaben aus den Agglogebieten Wohlen/Villmergen und Mutschellen/Bremgarten wie: Zentrumsentwicklung Verkehrsknoten Mutschellen zu Gesamtkosten von 12,5 Mio. Franken; Aufwertung/Gestaltung der Zürcherstrasse in Bremgarten zu Kosten von 6 Mio. Franken; Erstellung von Rad- und Gehweg zwischen Wohlen und Villmergen auf dem ehemaligen Trassee der BDWM-Bahn für 3,5 Millionen oder Aufwertung des Umsteigeknotens Bus-Bahn auf dem Bahnhofgelände Wohlen zu Gesamtkosten von 12,5 Mio. Franken.

Wie Lauper ausführte, wird der Bund zugesagte Infrastrukturgelder nur ausschütten, wenn die Gemeinden in der Zeitspanne 2015 bis 2018 mit der baulichen Umsetzung der Agglo-Projekte beginnen. Zuvor bedürften diese Agglo-Vorhaben grünes Licht durch Beschlüsse an Gemeindeversammlungen oder Einwohnerratssitzungen.

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