Die Verwaltung braucht dringend mehr Platz. 1988, also vor 26 Jahren, wurde das Dottiker Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse 21/23 letztmals umfassend saniert. Seither ist die Gemeinde von 2938 auf 3830 Einwohner gewachsen. «Einzelne Abteilungen stossen platzmässig an ihre Grenzen», so der Gemeinderat. Die ursprünglichen Ideen eines Gesamtumbaus, eines Anbaus oder des Miteinbezugs des Swiss-comgebäudes wurden aus zeitlichen wie finanziellen Gründen vorerst zurückgestellt. So wird der Wintergmeind am 21. November eine «Light-Version» mit Schwerpunkt Umbau der Büros im Erdgeschoss sowie Einrichtung eines Büros für die Leiterin des Steueramtes unterbreitet. Kostenpunkt: 300 000 Franken.

«Diese Variante gibt der Gemeindeverwaltung die nötige Luft für eine adäquate Optimierung, bis Fragen rund um eine mögliche kommunale Zusammenarbeit einzelner Verwaltungsabteilungen und Standortmöglichkeiten bereinigt sind», hält der Gemeinderat fest. Im Weiteren soll die 4½-Zimmer-Wohnung im ersten Stock umfassend saniert werden.

Zu wenig Platz für Kinder

Die Baufälligkeit der beiden Kindergärten Dorf 1 und 2 ist das zweite grosse Traktandum. Rund 50 Jahre haben die Kindergärten (Baujahre 1963 und 1968) auf dem Buckel. Doch sie nur zu sanieren, reicht nicht, denn für den Zuwachs an Kindern ist viel zu wenig Platz vorhanden. «Die Bautätigkeit der vergangenen Jahre und die aktuellen Bauvorhaben führen zu erhöhtem Bevölkerungswachstum. Dies löst in naher Zukunft zusätzlichen Raumbedarf für den Kindergarten aus», so der Gemeinderat. Bis ins Schuljahr 2017/18 muss mit rund 100 Kindergärtlern gerechnet werden – das sind fünf statt vier Abteilungen.

An der Gemeindeversammlung fordert der Gemeinderat darum einen Projektierungskredit von 165 000 Franken für den Neubau eines Dreifachkindergartens in der Husmatt. Wegen der baulichen Entwicklung des Dorfes ist diese zentraler gelegen als der heutige Standort, und die Parzellengrösse sei ideal. Die Machbarkeit wurde bereits bestätigt. Der Bezug soll auf das Schuljahr 2016/17 möglich sein. Im März soll ein Architekturwettbewerb stattfinden, zuvor will der Gemeinderat sich auf drei bis fünf Totalunternehmer und Architekten beschränken, die daran teilnehmen dürfen. Für die Kinder, die südlich der Bünz wohnen, steht mit dem Doppelkindergarten Nassacker weiterhin ein quartiernaher Kindergarten zur Verfügung.

Aktualisierung des Stellenplans

Den Einwohnern wird zudem der neue Stellenplan vorgelegt. Die 1650 Stellenprozent, die vor zwei Jahren genehmigt wurden, sind verteilt. Veränderungen gab es vor allem im Schulwesen, wo einzelne Posten über externe Kostenstellen geführt werden und so den Gemeindestellenplan nicht mehr belasten. Dafür wurden beispielsweise Pensen in der Gemeindekanzlei (plus 10%) und im Sozialdienst (plus 30%) aufgestockt. Daneben sind verschiedene Einbürgerungen traktandiert.