Seit 30 Jahren führen Herbert und Käthi Fischer in Boswil die Dorfbäckerei an der Mühlegasse – und sind jetzt voll in der Osterhasenproduktion. «Gegen 700 Osterhasen verlassen jedes Jahr unsere Bäckerei-Konditorei», erklärt der Mühle-Beck.

Seine Bäckerei befindet sich auf historischem Grund: Die untere Mühle kam im 14. Jahrhundert an das Kloster Frauental, 1604 gelang es Abt Johann Jodocus Singisen, sie zum Kloster Muri zu bringen. Fischers backen hier bereits seit 60 Jahren Brot.

Viel Stammkundschaft

Die Bäckerei-Konditorei steht nicht an einer Hauptverkehrsachse. Dank ihrer Verwurzelung im Dorf ist das für Fischers aber kein Nachteil. «Wir haben eine treue Stammkundschaft», freut er sich. Für die Butterzöpfe, Brot, Guetzli, Torten und im Frühling eben auch für Osterhasen nehmen Kundinnen und Kunden selbst aus Muri oder Wohlen den Weg nach Boswil unter die Räder. Herbert Fischer arbeitet in der Backstube allein.

«Es war ein bewusster Entscheid, bei der jetzigen Grösse zu bleiben.» Mehrmals am Tag wird Brot frisch gebacken, damit immer knusprige Ware im Regal liegt. Wenn Not am Mann ist, kann er auf seine zwei Söhne und drei Aushilfen zählen. Er betreibt nach wie vor einen Hauslieferdienst in Staffeln, Hermetschwil und Besenbüren und beschränkt sonst die Lieferungen aufs Dorf.

Angebot des Grundbedarfs

Angepasst wurde das Sortiment im Laufe der Zeit jedoch schon. Neben Brot und Patisserie werden in der Bäckerei Fischer auch Gemüse, Früchte, Fleischwaren, Käse und Milch verkauft. Das entspricht einem Bedürfnis der Kundinnen und Kunden. «Bei uns kann man sich mit dem Grundbedarf eindecken», macht Käthi Fischer deutlich.