Rudolfstetten-Friedlisberg
Klares Ja zur Feinplanung der 18-Millionen-Sanierung

Die Gemeindeversammlung befürwortet Mutscheller Kreisschulhaus-Renovation sehr deutlich, es gab blocc drei Nein-Stimmen. Dies deutet darauf hin, dass auch an den Versammlungen in Berikon, Widen und Oberwil-Lieli ein klares Ja resultieren wird.

Lukas Schumacher
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Rudolfstetten genehmigt einen ersten Kredit zur Erneuerung des Kreisschulhauses KSM1 (links) und der Turnhalle (rechts).

Rudolfstetten genehmigt einen ersten Kredit zur Erneuerung des Kreisschulhauses KSM1 (links) und der Turnhalle (rechts).

Archiv/sl

Als erste Mutscheller Gemeindeversammlung hat Rudolfstetten Stellung zum Grossvorhaben «Sanierung Kreisschule-Gebäude KSM1» genommen. Unerwartet deutlich gab die Gmeind der Feinplanung grünes Licht. Sie genehmigte den Kredit bei bloss drei Nein-Stimmen. Dies deutet darauf hin, dass auch an den Versammlungen in Berikon, Widen und Oberwil-Lieli ein klares Ja resultieren wird und die Planung somit eingeleitet werden kann.

Noch vor dem Jahreswechsel soll ein Generalplaner für die Projekt- und Kostenermittlung gewählt werden. 2013 wird in den vier Mutschellengemeinden über den Baukredit – es wird mit Kosten von rund 18 Millionen Franken gerechnet – abgestimmt. Die Realisierung ist Mitte 2014 bis Ende 2015 vorgesehen.

Geborstene Leitungen

An der Gmeind Rudolfstetten nahmen 95 der 2697 Stimmberechtigten teil. Diskussionslos genehmigten sie zwei Infrastrukturkredite von 585000 und 310000 Franken. Der höhere Betrag wird für Sanierungen von Wasserleitungen eingesetzt; die vielen Wasserleitungsbrüche der letzten Jahre hatten Unmut im Gemeindehaus und bei Anwohnern ausgelöst. Der tiefere bewilligte Betrag gilt der vierten Erneuerungsetappe des Abwasserleitungsnetzes.

Vizeammann Christian Schaub erläuterte einige Zahlen des Budgets 2013. Der Voranschlag basiert auf dem unveränderten Steuerfuss von 91 %. Es wird ein kleines Plus von 40000 Franken erwartet. Dank der guten Steuerkraft und der gestiegenen Einwohnerzahl könne Rudolfstetten nächstes Jahr voraussichtlich erstmals mehr als 10 Millionen Franken Steuern einnehmen. Die Verschuldung werde zwar zunehmen, aber die geplanten Gemeindeland-Verkäufe Friedlisberg und Isleren würden sehr vorteilhaft auf den Finanzhaushalt durchschlagen. Das Budget mit dem alt-neuen Steuerfuss fand einhellig Zustimmung.

Überweisungsantrag abgelehnt

Per Überweisungsantrag wollte Versammlungsteilnehmer Bruno Brem die geplante Begegnungszone auf der alten Bremgarterstrasse rückgängig machen. Gemeinderat Joël Buntschu wehrte sich gegen das Ansinnen. Die Begegnungszone entspreche einem Begehren der Anwohner und ein Fachbüro sei daran, mehrere Gestaltungsvarianten auszuarbeiten, sagte Buntschu. Im Frühling 2013 könnten die Dorfbewohner zu einem Lösungsvorschlag Stellung nehmen. Das Projekt jetzt zu stoppen, wäre unklug. Die meisten Versammlungsteilnehmer schlossen sich Buntschus Meinung an. Der Überweisungsantrag scheiterte bei 58 Nein gegen 9 Ja.

Gemeinderat Joël Buntschu informierte die Versammlung weiter über die geplante neue Zufahrt zur Gewerbezone Grossmatt. Ein Planungskredit für diese Neuerschliessung sei gesprochen – offen hingegen seien planungsrechtliche Fragen, sagte er. Nur wenn der Kanton Aargau seinen Richtplan anpasse und grünes Licht gebe für die neue Zufahrt sowie die vorgesehene Erweiterung der Gewerbezone, komme das Vorhaben in Schwung. Klar sei auch, dass die späteren Nutzer die neue Erschliessungsstrasse mitfinanzieren müssten, erklärte Buntschu weiter.