Smartphones, Laptops und Tablets in Ehren – in Wohlen orientieren sich offenbar nach wie vor viele Leute an der Turmuhr der Katholischen Kirche. Vom Büro der az Aargauer Zeitung aus waren diese Woche nicht wenige Passantinnen und Passanten zu beobachten, die einen kurzen Moment stehen blieben und kopfschüttelnd auf ihre Uhr und dann auf jene am Kirchturm schauten.

Letztere stand Anfang Woche für ein paar Tage auf 12 Uhr gerichtet still. Inzwischen läuft sie wieder, zeigt aber nur gelegentlich die richtige Zeit an. «Im Glockenturm sind zurzeit verschiedene Sanierungen im Gang», erläuterte Kirchenpflegepräsident Kurt Notter. «Den Ausschlag gab ein defekter Klöppel, der repariert werden musste. Das haben wir zum Anlass genommen, das ganze Kirchengeläute auf Fernprogrammierung umzustellen.»

Läuten vom Laptop aus

Bisher, erklärte Notter, sei das Kirchengeläute jeweils für ein ganzes Jahr programmiert worden. «An Beerdigungen konnte manuell geläutet werden. Wenn jedoch ein anderes ausserordentliches Ereignis eine Umstellung des Geläuts erforderte, mussten wir einen Spezialisten beiziehen.»

Das wird jetzt anders. «Inskünftig können Korrekturen am Programm von uns selber über einen Laptop vorgenommen werden. Diese sogenannte Fernprogrammierung erleichtert dem Betrieb besondere Vorkommnisse», sagte Notter weiter. Mit der Kirchenuhr habe die laufende Umprogrammierung zwar direkt nichts zu tun, dennoch musste diese zeitweise abgestellt und neu justiert werden.

Ausgeführt worden sind Klöppelreparatur und Neuprogrammierung des Geläuts von der Aargauer Firma Rüetschi AG für rund 7000 Franken. Die Glockengiesserei hat sich auf solche Arbeiten spezialisiert.