Oberrüti
Kirchgemeinde will Mehrfamilienhaus mit integriertem Pfarramt bauen

Das alte Pfarrhaus der katholischen Kirchgemeinde Oberrüti soll durch ein Mehrfamilienhaus mit integriertem Pfarramt ersetzt werden.

Eddy Schambron
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Eddy Schambron

Das alte Pfarrhaus ist seit rund 15 Jahren nicht mehr bewohnt. Es ist zwar noch das Pfarreisekretariat untergebracht und ein Raum wird für Sitzungen genutzt. Aber die übrigen Räume sind in einem bedenklichen Zustand und teilweise unbenutzbar, hält die Kirchenpflege fest. «Auch der bestehende Archivraum genügt den Anforderungen längst nicht mehr.» Jetzt soll es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Geplant sind sieben Wohnungen, wobei eine Wohnung als Pfarreisekretariat, Sitzungszimmer, Besprechungsraum und Archiv genutzt werden soll. Das Projekt der Dietwiler Architekten Schwarzenberger Architekten AG hat die Bedürfnisse für das Pfarramt bereits berücksichtigt. Die Baubewilligung liegt ebenfalls seit September 2018 vor und das Domkapitel der Diözese Basel hat dem Projekt zugestimmt. Die Kirchenpflege beantragt an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung am 21. Januar einen Kredit von 4,5 Mio. Franken.

«Die Kirchgemeinde Oberrüti steht finanziell gut da. Zurzeit drücken keine Schulden», stellt Kirchenpflegepräsident Valentin Stenz fest. Die Kirchgemeinde kann zudem von der Einwohnergemeinde 41 Quadratmeter Land entlang des Grundstücks für 16 000 Franken zukaufen. Im Zusammenhang mit dem alten Pfarrhaus hat die Kirchenpflege auch die übrigen, eigenen Liegenschaften unter die Lupe genommen. Die Kirche, 2001 aussen letztmals renoviert, 2015 innen trocken gereinigt, wird früher oder später wieder eine Renovation brauchen.

Das Frühmesserhaus, in den 1930er- Jahren gebaut, liegt, wie das heutige Pfarrhaus, an bester Wohnlage. Es ist zurzeit vermietet, benötigt aber früher oder später auch Unterhaltsarbeiten. Die Erträge aus dem neuen Wohnhaus, ein Renditeobjekt, würden Rückstellungen für eine Kirchenrenovation und für das Frühmesserhaus ermöglichen, schreibt die Kirchenpflege weiter.

Eine Parzelle verkaufen

Schliesslich will die Kirchgemeinde die Parzelle 847 Kirchrain, die direkt unter dem Pfarrhaus liegt, verkaufen. Vor rund drei Jahren hat sie 290 000 Franken an Erschliessungskosten bezahlt. «Es ist nicht sinnvoll, diese Investition brach liegen zu lassen», unterstreicht Valentin Stenz. Eine Vergabe im Baurecht mache wenig Sinn, da die Parzelle zu klein ist. Der Erlös für das Landstück mit einer Fläche von 1887 Quadratmetern wird in das neue Mehrfamilienhaus mit Pfarramt investiert, was die Zinsbelastung merklich senken wird.

Das wiederum ermöglicht moderate Mietpreise. Erwartet wird ein Erlös von rund einer bis anderthalb Millionen Franken, wie Kirchenpflegepräsident Valentin Stenz ausführt. Weitere Landreserven im Dorfzentrum können und sollen später aus heutiger Sicht allerdings klar im Baurecht vergeben werden.