Wohlen

Kindergartenstrategie und zu hohe Arbeitsbelastung: Der Gemeinderat gibt Antworten

Der Wohler Gemeinderat beantwortet Fragen, die im Einwohnerrat noch offenblieben.

Die Hauswartwohnungen liefern immer wieder Diskussionsstoff. Dass die Hauswarte in den Wohnungen der Schulanlagen lebten und so auch während der Freizeit ein Auge auf die Vorgänge vor Ort hatten, war dem Gemeinderat stets gut und recht. Im Gegenzug stellte die Gemeinde die Wohnungen günstig zur Verfügung. Doch damit ist bald Schluss. Die Wohnung in der Hofmatten-Anlage wird dieser Tage frei. Ob man einen Nachmieter findet, ist fraglich, «diese Wohnungen sind nicht eben beliebt», sagte Gemeinderat Thomas Burkart an der Einwohnerratssitzung am Montag.

Bereits einen Schritt weiter ist man mit der leerstehenden Wohnung im Bünzmatt. Diese werde künftig für die Tagesstrukturen genutzt. Die Wohnung eigne sich sehr gut für dieses Vorhaben, so Burkard. Es sei bloss eine sanfte Renovation notwendig. «Ein Schulzimmer, das bisher von den Tagesstrukturen belegt wurde, wird frei und kann wieder als Schulzimmer benutzt werden», fügt der Gemeinderat hinzu.

Der Lagerraum wird zum Schulzimmer

Eine Umnutzung strebt man auch an der Heilpädagogischen Schule (HPS) an. Der Lagerraum wird so angepasst, dass er als Schulzimmer für die zweite Kindergarten-Abteilung der HPS genutzt werden kann. «Dies ist kein Provisorium, sondern ist als definitive Einrichtung gedacht», kommentiert Burkard. Die sechs neuen Kindergärtler und ihre Lehrperson sind derweil in einem Therapieraum untergebracht, «dieser dient als Notlösung, bis der Umbau fertiggestellt ist», präzisiert Burkard.

Kindergartenstrategie: Arbeiten erst gestartet

Dass sich einige Kindergärten in schlechtem baulichem Zustand befinden, ist nicht neu. Harry Lütolf (CVP) wollte vom Gemeinderat wissen, was er in dieser Sache unternommen hat. «Wir stehen am Anfang unserer Kindergartenstrategie», so Burkard. In einem ersten Schritt gelte es, eine Evaluation der einzelnen Standorte vorzunehmen. Eine Bestandesaufnahme des baulichen Zustandes habe gezeigt, dass sich einige Kindergärten in einem schlechten Zustand befänden. Hinzu komme, dass auch die räumlichen Anforderungen nicht mehr bei allen genügten. Lütolf wies ausserdem darauf hin, dass man es nicht verpassen dürfe, «den total überteuerten Mietvertrag für den Kindergarten Wohlermatte» in Anglikon, der im Jahr 2028 ausläuft, fristgerecht zu kündigen. Dass der Gemeinderat einen Mietvertrag auf zehn Jahre hinaus unterzeichnete, sei «aufgrund schwieriger Umstände» zu Stande gekommen, so Burkard.

Keine Sorge um die Arbeitsbelastung

Johnathan Nicoll (SVP) machte sich Sorgen um die gesundheitliche Verfassung einiger Mitglieder des Gemeinderates. Sie hätten unter der Arbeitsbelastung zu leiden, befürchtete er. Auch da kann Burkard Entwarnung geben: «Es braucht sich niemand Sorgen um die Gemeinderäte zu machen.»

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