Niederwil

Kinder trillern im Spatzenäscht im Reusspark

Die Kinder mit dem Betreuungsteam.

Die Kinder mit dem Betreuungsteam.

Der Reusspark führt seit 20 Jahren mit Erfolg eine eigene Kinderkrippe. Jetzt wurde dort ein Jubiläumsfest gefeiert.

Gute Arbeitgeber zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch an die Kinder ihrer Angestellten denken. Das beherzigte das Pflege- und Betreuungszentrum Reusspark im Gnadenthal schon vor zwanzig Jahren.

Als der Personalmangel dramatische Ausmasse angenommen hatte und deshalb sogar eine Pflegestation geschlossen wurde, handelte die Geschäftsleitung: Die Kinderkrippe Spatzenäscht wurde gegründet.

Professionelles Betreuungsteam

Die Kinderkrippe habe seit der Eröffnung eine Erfolgsgeschichte geschrieben, sagte Reusspark-Direktor Thomas Peterhans am Jubiläumsfest im Spatzenäscht.

Die Krippe wurde im alten, wohnlich eingerichteten Kloster eingerichtet. Der Trägerverein Gnadenthal übernahm die Einrichtungskosten. Seitdem dürfen die Mütter und Väter, die im Reusspark arbeiten, ihre kleinen Kinder unbesorgt der professionellen Betreuung überlassen. Wenn es, wie zurzeit, freie Plätze hat im Spatzenäscht, können auch externe Eltern von dieser Einrichtung profitieren.

«Unser Spatzenäscht ist vom Montag bis Freitag geöffnet», sagt die Primarlehrerin Doris Wettstein, seit zwölf Jahren Leiterin der Kinderkrippe. «Unser Team hält sich mit den Kindern oft im Freien auf. Der Tierpark und der Spielplatz auf dem Reusspark-Areal laden geradezu dazu ein.»

Die Natur erleben

Regelmässig dürfen die Kinder mit Naturspielsachen spielen, die sie in der freien Natur finden: mit Steinen, Moos, Schneckenhäuschen und Blättern. Doris Wettstein nennt ein Beispiel für diese Erfahrungen mit der Natur: «Letzthin beobachteten die Kinder eine Raupe und wie daraus ein Schmetterling wurde. Einen besseren Naturkundeunterricht könnte man sich nicht vorstellen.»

Einzelkinder finden Anschluss

Zur Tradition im Niederwiler Spatzenäscht gehört monatlich der Tag, an dem Bewohner aus dem Reuss-park und vier Kinder die Schützlinge betreuen dürfen. «Sie singen und backen mit unseren Kindern, dass es eine Freude ist. Jedes Jahr führen wir mit der ganzen Gruppe einen Ausflug durch», berichtet die Leiterin.

Die Kinderkrippe bringe nicht nur dem Arbeitgeber Vorteile. Sie übernehme in der heutigen Zeit auch eine soziale und vielleicht manchmal auch eine erzieherische Funktion, betonte Thomas Peterhans.

Viele Eltern hätten heute nur noch ein Kind, manchmal noch zwei Kinder. In dieser Situation übernehme das Spatzenäscht die wichtige Funktion der Sozialisierung der ihm anvertrauten Kinder. Dem Schwachen helfen, vor dem Starken keine Angst zeigen und in der Gruppe spielen und auch einmal nachgeben: das lernten die Kinder im Spatzenäscht spielerisch, meinte Peterhans.

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