Jonen

Kinder können Situation zu wenig gut einschätzen – Begegnungszone als Lösung?

Der Fussgängerstreifen Taverne ist vor allem für Kinder gefährlich. Seine Verlegung um 34 Meter die Strasse hoch löst nicht alle Probleme.

Der Fussgängerstreifen Taverne ist vor allem für Kinder gefährlich. Seine Verlegung um 34 Meter die Strasse hoch löst nicht alle Probleme.

Der Zebrastreifen bei der Taverne ist gefährlich. Ihn zu verlegen, reicht wohl nicht. Der Gemeinderat Jonen lässt eine Begegnungszone planen. Sobald das Gutachten vorliegt, bestimmt der Gemeinderat das weitere Vorgehen und informiert die Bevölkerung.

Mitten im Dorf Jonen, bei der Taverne, quert ein Fussgängerstreifen die Kantonsstrasse 262 (Staldenstrasse/Weingasse). Besorgte Anwohner haben beim Kanton angefragt, ob man nicht etwas tun könne, um die Sicherheit für die Fussgänger zu erhöhen. Besonders für Kinder sei die Situation mit den zwei da in die K262 einmündenden Gemeindestrassen schwer einzuschätzen. Zudem überfahre der Bus bei der Anfahrt zur Bushaltestelle Taverne den Wartebereich des Zebrastreifens.

Der Vorschlag der kantonalen Fachstelle, den Fussgängerstreifen um 34 Meter nach Norden, in Richtung Oberlunkhofen, zu verlegen, löste beim Gemeinderat «spontan noch keine helle Begeisterung aus», wie Gemeindeschreiber Arnold Huber auf Nachfrage bestätigt. «Seien wir doch realistisch. Niemand, der vom Postplatz oder von der Weingasse her in die Dorfstrasse will, macht noch diesen Umweg von 34 Metern. Die Leute werden einfach weiter den alten Zebrastreifen benutzen.»

Begegnungszone als Lösung

Aus dieser Überlegung heraus und weil es um die Sicherheit der Fussgänger und Schulkinder geht, hat der Gemeinderat beschlossen, das Problem schnell und ausserhalb des Budgets zu lösen. So erteilte er der Zürcher Firma SNZ Ingenieure und Planer AG den Auftrag zur Planung der Begegnungszone Dorfstrasse unter Berücksichtigung der Problematik Fussgängerstreifen Taverne beziehungsweise dessen allfälliger Verlegung. Die Errichtung einer Begegnungszone (Tempo 20) auf den Arealen um die Dorfstrasse im Bereich zwischen Stalden- und Lettenstrasse war ohnehin in Planung. Dabei soll die Zentrumsfunktion der Dorfstrasse noch weiter akzentuiert werden, um das Einkaufen attraktiver zu gestalten und ein aktives Dorfleben zu unterstützen. 

In einer Begegnungszone dürfen Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen und haben überall Vortritt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in der ganzen Zone 20 km/h, und parkieren darf man nur an den gekennzeichneten Stellen. Ob und wie sich das Problem mit der gefährlichen Kantonsstrassenquerung Taverne in einem planerischen Aufwisch lösen lässt, wird das Gutachten von SNZ zeigen. Die Planung dieser Gesamtlösung kostet die Gemeinde 10'000 Franken. Sobald das Gutachten vorliegt, bestimmt der Gemeinderat das weitere Vorgehen und informiert die Bevölkerung. Bis dahin gilt: «Rad steht, Kind geht!»

Autor

Christian Breitschmid

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