Merenschwand

Kinder bitten, am Fussgängerstreifen ganz anzuhalten

Der Schulbeginn verlangt von den Verkehrsteilnehmern besondere Rücksicht. Die Regionalpolizei Muri engagiert sich zum fünften Mal mit einer Präventivaktion. Brenzlige Situationen sollen so gar nicht erst entstehen.

Erstklässlerinnen und Erstklässler waren mit der Regionalpolizei Muri in Merenschwand im Einsatz.

Ihr Anliegen: Die Autofahrerinnen und -fahrer sollen beim Fussgängerstreifen ganz anhalten und besondere Rücksicht auf die neuen Schülerinnen und Schüler nehmen. Sie sind nämlich auf dem Schulweg erstmals mit den Schwierigkeiten des Strassenverkehrs konfrontiert und damit erhöhten Gefahren ausgesetzt.

Gefährlicher Fussgängerstreifen

Erich Holliger, Leiter der Regionalpolizei Muri, sieht die heute gültige Vortrittsregelung am Fussgängerstreifen mit gemischten Gefühlen. Es komme immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn die vortrittsberechtigte Fussgänger am Fussgängerstreifen unvermittelt ihr Recht in Anspruch nehmen, stellt er fest. «Wir machen deshalb den Kindern klar, dass sie den Fussgängerstreifen erst betreten dürfen, wenn das Auto ganz angehalten hat.»

Die Erwachsenen sollten dabei Vorbild sein. An die Autofahrer richtet er die Forderung, wirklich ganz anzuhalten und nicht mit Handzeichen die Kinder in falscher Sicherheit zu wiegen..

Gutes Echo

Die Regionalpolizei Muri führt die Präventivaktion Schulbeginn bereits zum fünften Mal durch. Zusammen mit der 1. Klasse von Nadine Frischknecht und der Einschulungsklasse von Käthi Meier und Corinne Baumann machte sie in Merenschwand die herausgewunkenen Fahrerinnen und Fahrern auf die speziellen Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmer aufmerksam.

Die Aktion kam bei den Automobilisten gut an. Sie versprachen den Kindern, besondere Rücksicht auf sie zu nehmen. Als Dankeschön für die kurze Fahrtunterbrechung erhielten sie ein kleines Präsent in Form eines Notizblocks. Zum Schulbeginn hat der TCS auch allen Erstklässlern eine Leuchtweste abgegeben.

Erhöhte Präsenz

Zum Schulbeginn wird die Regionalpolizei auch ihre Präsenz an Fussgängerstreifen, gefährlichen Kreuzungen und vor allem im Bereich von Kindergärten und Schulanlagen verstärken und gezielte Kontrollen und Überwachungen durchführen.

Die Eltern werden ersucht, ihre Kinder auch selbst über das richtige Verhalten im Strassenverkehr zu instruieren, ihnen vor allem ein Vorbild zu sein und sie mit gut sichtbaren, leuchtenden Kleidern auszustatten. «Kinder lernen das richtige Verhalten von uns Erwachsenen», unterstreicht Holliger.

Sie sollten auch nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden. «Mit diesen Elterntaxis können die Kinder die Gefahren weder erkennen noch den Umgang mit ihnen erlernen», hält die Repol fest.

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