Muri

Keiner zu klein, am Motocross mitzufiebern

Logenplatz für eine gute Übersicht – am Motocross Muri ganz klar ein Privileg der Kleinen. fotos: eddy Schambron

Logenplatz für eine gute Übersicht – am Motocross Muri ganz klar ein Privileg der Kleinen. fotos: eddy Schambron

Viel besser ist schwer vorstellbar: Der bewölkte Himmel bei angenehmen Temperaturen dürfte das Motocross Muri nahe an einen Zuschauerrekord geführt haben. Das Wetter war zu schlecht für die Badi oder für Ausflüge, aber zu gut, um einfach zu Hause zu bleiben. Das Motocross bot sich als ideale Alternative an, zumal hervorragende Bedingungen spannende Rennen versprachen. Und es zeigte sich: Motocross ist gut für einen Familienausflug. Die Familien auch mit kleinen Kindern waren zahlreich auf dem Gelände vertreten, Kinderwagen kein Hindernis, um die Rennläufe zu verfolgen. Motocross ist eben auch eine Familienangelegenheit.

Dreck und Benzingestank gehört dazu

Dreck und Benzingestank gehört dazu

Am Pfingst-Cross in Muri treffen sich begeisterte Motocross-Fahrer. Heulende Motoren, gemeinsame Interessen und Altersunterschiede von fast 40 Jahren.

Camping mit Töff

Das zeigte sich am deutlichsten im Fahrerlager. Hier herrschte wie immer eine familiäre Atmosphäre, man kennt und schätzt sich untereinander, Eltern helfen mit, wenn der Sohn fährt, Kinder von Konkurrenten spielen miteinander, wenn die Eltern mit den Motorrädern beschäftigt sind. Das Fahrerlager ist so etwas wie ein gut besetzter Campingplatz, mit dem Unterschied, dass mehr oder weniger bei jedem Wohnmobil auch eine Werkstatt und grobstolliger Töff vorhanden ist.

Familiär ging es ebenfalls entlang der Aspi-Piste zu, nicht nur, weil «ganz Muri» und die halbe Region anzutreffen war, sondern weil sich viele Kinder von der Atmosphäre anstecken liessen. Mit geeignetem Gehörschutz ausgerüstet, verfolgten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern die rasante Fahrt der Motocross-Fahrer, bewunderten die Sprünge und litten mit, wenn eine Fahrt nicht ganz nach Wunsch verlief. Viele wussten es oder entdeckten es neu, dass sich mit dem Einsammeln von Getränkeflaschen das Sackgeld ganz anständig aufbessern lässt.

Start am Motocross in Muri

Zufriedene Gesichter denn auch überall, allen voran selbstverständlich beim OK-Präsidenten Beat Gassmann. Der grosse Zuschaueraufmarsch ist für ihn und den ganzen Klub schliesslich der Lohn für die Mühe. «Unsere 65 Mitglieder haben für die Vorbereitungen und den Aufbau des diesjährigen Motocross rund 1750 Arbeitsstunden aufgewendet», hat er ausgerechnet. Mit bestem Erfolg: Alles klappte hervorragend, nicht nur für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Fahrer selber, in den Kategorien Yamaha Cup, Inter MX2 , Inter MX Open und Inter Sidecar startend, fanden eine anspruchsvolle Piste vor, die hervorragend präpariert war und dank oder trotz des Niederschlags am Vortag und in der Nacht vor dem Rennen griffig, aber nicht schlammig war.

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