Weihnachtszeit
Keine Weihnacht ohne Zimtsterne, Brunsli & Co.

Die Büelisackerin Sandra Koch lädt die az in ihre Weihnachtsbackstube ein. Das «Guetzle» gehört für sie zur Weihnachtszeit wie Tannenbaum und Adventskranz.

Andrea Weibel
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Für Sandra Koch gehört das Guetzlibacken zur Weihnachtszeit wie die Schneemänner zum Winter. aw

Für Sandra Koch gehört das Guetzlibacken zur Weihnachtszeit wie die Schneemänner zum Winter. aw

Wenn die Abende schon am Nachmittag beginnen, die dicken Socken einem die Füsse wärmen und es aus dem Backofen nach frischgebackenen Guetzli riecht, erst dann hat die Weihnachtszeit so richtig begonnen. Egal, ob man sie nun Guetzli, Chrömli oder sonst wie nennt – ohne die süssen Weihnachtsgebäcke kommt keine echte Adventsstimmung auf.

So geht es auch Sandra Koch (29). Die Büelisackerin kreiert jedes Jahr spezielle Weihnachtsleckereien. «Es gibt nichts Schöneres, als mit lieben Menschen gemütlich Teig mit Förmchen auszustechen», findet die Physiotherapeutin.

Mailänderli über offenem Feuer

Schon als Kind buk Koch mit Grossmutter, Mutter und Schwester erste Weihnachtsguetzli. Seither gab es keinen Winter, in dem sie dies ausgelassen hat. «Ganz egal wo, Guetzli gehören dazu. Einmal habe ich sogar Mailänderli über dem offenen Feuer gebacken.»

Die az prämiert Ihre Guetzli

Die az Freiamt möchte Ihre Guetzli testen. Gemeinsam mit einem Experten suchen und vergleichen wir die besten Guetzli im Freiamt. Bringen Sie uns bis am 19. Dezember Ihre besten Guetzli-Kreationen vorbei. Vielleicht haben Sie auch eine Geschichte, wie sie zum Rezept gekommen sind? Die az Freiamt stellt die eingegangenen Kreationen vor und prämiert die schmackhaftesten mit weihnachtlichen Preisen. Bringen Sie Ihre Kreationen also zur az Freiamt an die Zentralstrasse 3 in Wohlen. Die az-Redaktion wünscht allen frohes Backen. (az)

Seit der Bezirksschule trifft sie sich auch jährlich mit drei ehemaligen Klassenkameradinnen zum Backen. «Wir machen viele Sorten. Zimtsterne, Mailänderli, Spitzbuben und Brunsli sind immer dabei. Alles andere variiert.» Auch das Naschen des Teigs – oft in rauen Mengen – gehört dazu. «Uns wird es regelmässig schlecht vom Teig und den noch warmen Guetzli, die wir direkt aus dem Ofen probieren. Jedes Jahr sagen wir uns, nächstes Jahr halten wir uns zurück», lacht sie.

Fuchs und Froschkönig

Am Ende türmen sich die Guetzlisorten in der Küche. Doch die Menge ist Sandra Koch nicht wichtig. «Das passiert halt einfach.» Was dagegen stimmen muss, sind Geschmack und Aussehen. «Aus verschiedenen Ländern habe ich Förmchen mitgebracht.» So entstehen neben Sternen, Tannen und Chläusen in der Koch’schen Backstube Froschkönige, Kängurus, Tigerenten, Kronen, Füchse und Elche. Diese werden mit Zuckerguss, Schokolade, Herzen und allem verziert, was die Fantasie hergibt.

«Ich kenne Leute, die das Guetzlibacken als Stress empfinden, weil sie in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Guetzli fertigstellen wollen», sagt Koch ein wenig sorgenvoll. Doch dann grinst sie wieder: «Dabei ist das ‹Guetzle› doch das Schönste der Welt. Man kann sich ganz in die Kreationen vertiefen, fast meditativ. Und man hat viel Zeit zum Reden.» Alles, was man dafür tun müsse: «Gute Freunde einladen, Backbücher und Zutaten oder gleich Teige vorbereiten und sich ganz viel Zeit nehmen.»

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