Niederwil

Keine Provisorien nötig für Kloster-Sanierung: Personalhaus wird zum Ersatzwohnheim

Der Westflügel des ehemaligen Klosters im Gnadenthal – im Dachgeschoss des linken Gebäudeteils sollen zusätzliche Zimmer eingebaut werden.

Der Westflügel des ehemaligen Klosters im Gnadenthal – im Dachgeschoss des linken Gebäudeteils sollen zusätzliche Zimmer eingebaut werden.

Die Sanierung des Kloster-Westflügels im Gnadenthal ist bewilligt, der Umbau soll im Februar 2017 starten.

Die Verantwortlichen des Zentrums Reusspark in Niederwil/Gnadenthal erweisen sich erneut als Meister der Logistik. Bei der auf rund 10 Mio. Franken veranschlagten Sanierung des Westflügels im ehemaligen Kloster sind keine Provisorien nötig: «Wir werden das Personalhaus räumen und unsere Patientinnen und Patienten während des Umbaus etappenweise dort einquartieren», erklärt Direktor Thomas Peterhans. «Damit können wir uns die Kosten für Provisorien sparen.»

Für das Personal habe der Reusspark drei 4½-Zimmer-Wohnungen in Nesselnbach angemietet: «Das Personal wird sich dort einrichten, die Leute haben sich bereits organisiert und entsprechende Wohngemeinschaften gebildet.» Die Baubewilligung für das Umbau- und Sanierungsprojekt hat der Gemeinderat Niederwil nun erteilt, wie aus den Mitteilungen der Behörde hervorgeht.

Im Reusspark ist man an der Planung der Realisierung: «Die Etappierung wird nicht so einfach», erklärt Thomas Peterhans. «Wir müssen dabei verschiedene Sachen berücksichtigen. Zum einen die Statik des alten Gebäudes, zum anderen auch die Vorgaben der Kantonalen Denkmalpflege.»

Ende Oktober, glaubt der Reusspark-Direktor, werde man den voraussichtlichen Bauablauf im Detail kennen und könne an die Ausschreibung, Submission und Arbeitsvergabe gehen. Im Februar 2018, so hofft er, könne dann mit den Arbeiten begonnen werden. Es wird damit gerechnet, dass die Sanierung bis im Herbst 2019 dauern wird.

Letztmals saniert wurde der Wohnbereich im Westflügel des alten Klosters 1980. Seither hat sich im Bereich der Kranken- und Betagtenpflege viel geändert, die Räumlichkeiten sind nicht mehr zeitgemäss. So fehlen die Nasszellen in den Zimmern, es gibt lediglich Etagenduschen und -toiletten. Auch gibt es in diesem Gebäudeteil noch keinen Lift.

Der Westflügel, der aktuell über 28 Pflegebetten verfügt, wird aber nicht nur modernisiert, sondern auch erweitert. Im bisher ungenützten Dachgeschoss sollen fünf zusätzliche Zimmer realisiert werden. Weiter sind verschiedene nötige Nebenräume geplant. Die Kosten für den Umbau stemmt der Trägerverein Gnadenthal aus eigener Kraft. Es gibt keinen Kantonsbeitrag.

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