Die IG Lindenplatz will den Sarmenstorfer Dorfkern aufwerten und die vielen Autos, die regelmässig unter den mächtigen Linden gratis parkieren, in den Untergrund verbannen. Mit diesem Anliegen ist die IG im Frühling 2017 an der Gemeindeversammlung auf offene Ohren gestossen. Damals wurde ein Überweisungsantrag angenommen, der den Gemeinderat verpflichtete, bis zur nächsten Gemeindeversammlung im Herbst 2017 eine Vorlage für die Neugestaltung des Lindenplatzes inklusive dem Bau einer unterirdischen Parkierungsanlage zu präsentieren.

Zwei Varianten präsentiert

Die Zielsetzung war terminlich etwas zu ehrgeizig, wie sich im Nachhinein gezeigt hat. Der Gemeinderat hat für die Planung etwas länger gebraucht. Dafür liegen jetzt gleich zwei Projekte für die Neugestaltung des Lindenplatzes vor: eines mit und eines ohne unterirdische Parkierungsanlage. Der Gemeinderat legt der Gemeindeversammlung vom Freitag, 23. November beide Varianten vor, plädiert aber ausdrücklich für einen Verzicht auf eine Tiefgarage. Ein Projekt mit Tiefgarage sei überdimensioniert und rechne sich wirtschaftlich nicht, erklärt der Gemeinderat.

Diese Argumentation unterstreicht er mit einer Kostenschätzung: Die Neugestaltung des Lindenplatzes mit 22 oberirdischen Parkplätzen sowie einer Tiefgarage mit weiteren 49 Plätzen wurde auf rund 2 Mio. Franken zu stehen kommen. Dabei würde allein die Tiefgarage mit rund 1,6 Mio Franken zu Buche schlagen. Wird der Lindenplatz jedoch ohne «Unterkellerung» neu gestaltet, wäre mit Kosten von rund 400'000 Franken zu rechnen.

Bei seiner Planung ging der Gemeinderat von verschiedenen Vorgaben aus: Der Lindenplatz solle weiterhin für verschiedene Feste genützt werden können, zusätzliche Bäume und andere Installationen dürften das Aufstellen von Festzelten nicht verunmöglichen. Eine Tiefgarage müsste so konzipiert sein, dass ihre Decke das Befahren mit 40-Tonnen-Lastwagen erlaubt und auch die Anlieferung für die Bäckerei Ruckli müsse weiterhin über den Lindenplatz möglich sein. Klar ist für den Gemeinderat, dass die Linden entlang der Marktstrasse erhalten bleiben müssen, unter ihnen aber künftig nicht mehr parkiert werden darf.

Stimmberechtigte haben die Wahl

An der Gemeind vom nächsten Freitag haben die Stimmberechtigten jetzt die Wahl zwischen zwei Projektierungskrediten über 55'000 Franken für eine Variante mit und 15'000 Franken für eine ohne Tiefgarage. Mit und ohne wäre nach einer Neugestaltung die Möglichkeit gegeben, kurzfristig vor der Bäckerei Ruckli zu parkieren. Bei der oberirdischen Sanierungsvariante des Platzes würden Langzeitparkieren auf den hinteren Teil des Lindenplatzes verbannt. Bei der Sanierung mit Tiefgarage müssten sie ihre Fahrzeuge künftig im Untergrund abstellen.