Marschhalt in der Auseinandersetzung um die geplante Mobilfunkantenne in Widen: In einer grossen Verhandlungsrunde einigten sich der Vertreter des Kommunikationsunternehmens Orange und die Einwender und Anwohner auf eine vorläufige Sistierung des Baugesuchs.

Von den 311 legitimierten Wider Einwenderinnen und Einwendern nahmen nicht weniger als 114 an der Verhandlung teil.

Pause und Arbeit bis Ende 2013

Eingestellt wird das Antennengesuch auf dem Mehrfamilienhaus an der Bellikonerstrasse 219 einstweilen bis Ende 2013. Ende Jahr sollen die Ergebnisse der eingesetzten «Arbeitsgruppe Mobilfunkantennen Widen» vorgestellt werden.

Der achtköpfigen Arbeitsgruppe, die von Gemeinderat Beat Suter geleitet wird, gehören die drei Einwohner Boris Leuenberger, Daniela Diethelm und Christa Wyss an, dazu Martin Graf, der Leiter Bau und Planung der Gemeinde Widen, sowie je ein Vertreter der drei Kommunikationsunternehmen Sunrise, Swisscom und Orange.

Antennenkonzept erwünscht

Die nicht eben einfache Aufgabe der Arbeitsgruppe besteht darin, ein Konzept mit möglichen künftigen Antennenstandorten im Gemeindebann Widen zusammenzustellen.

Dass beim Kanton Aargau und beim Bund die Bewilligungspraxis für Mobilfunkantennen geändert hat, erleichtert den Auftrag der Arbeitsgruppe nicht.

Heute werden Antennenstandorte ausserhalb von Wohngegenden nur in Ausnahmefällen akzeptiert.

Derzeit befindet sich bloss eine einzige Natelantenne auf dem Gemeindegebiet von Widen. Die Antenne unweit der Hasenberg-Verzweigung gehört Orange.