Markus Keller (Gemeinderat) und Daniel Zehnder (Bauberater) informierten die Villmerger am Montag über den geplanten Neubau der Schulanlage Mühlematten. Um den ganzen Planungsprozess beschleunigen zu können, soll das Stimmvolk am 20. Juni gleich über zwei Kredite zusammen abstimmen, und zwar für den Studienauftrag (225 000 Franken) und die Planung (1,475 Mio. Franken). Insgesamt kostet die Planung also rund 1,7 Mio. Franken.

Mitsprache erst vor dem Bau

Für die Villmergerinnen und Villmerger bedeutet das, dass eine Fachjury den Sieger des Planungswettbewerbs ermittelt und dieser sogleich mit der Planung beginnen kann. «Das beschleunigt den ganzen Planungsprozess um mindestens ein halbes Jahr», hielt Berater Daniel Zehnder fest. Dafür müssen die Stimmbürger auf ihr Mitspracherecht während einer Gemeindeversammlung, die normalerweise vor der Planungsphase eingeschoben wird, verzichten. «Wir werden die Einwohner aber informieren, welches Projekt die Jury favorisiert», so Keller.

Villmergen macht keine halben Sachen, sagt Gemeinderat Markus Keller

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Auf diese Weise sollte an der Wintergemeinde 2013 bereits über den anschliessenden Baukredit von 20 Mio. Franken entschieden werden können. «So könnte das neue Primarschulhaus schon Ende 2015 bezogen werden. Und die unwürdigen Zustände in den Containern vor dem Schulhaus Hof würden aufhören», erklärte der Gemeinderat.

Solarzellen auf dem Dach

Entgegen allen Erwartungen gab es lediglich eine einzige Gegenstimme aus dem Plenum. Ein Mann wollte das alte Schulhaus Hilfikon wieder ins Gespräch bringen, doch «das wurde an der letzten Gemeindeversammlung aus der heutigen Schulraumplanung ausgeschlossen», hielt Keller fest. Die anderen Votanten sprachen sich für eine Dreifachturnhalle und vor allem für Solarzellen auf dem Dach des neuen Gebäudes aus. Dies fliesse ins Projekt ein, hiess es.