Einwohnerrat Wohlen

Kaum Fragen zur Badi, neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Die Diskussion zur Badischliessung war bald vom Tisch.Bild: Toni Widmer (14. Mai 2019)

Die Diskussion zur Badischliessung war bald vom Tisch.Bild: Toni Widmer (14. Mai 2019)

Der Einwohnerrat Wohlen sieht ein, dass man bei der Feuerwehr nicht mit den Fahrzeugen pokern darf.

Eines war allen Einwohnerrätinnen und -räten gestern Montagabend klar: Wenn ein Fahrzeug der Feuerwehr 28 Jahre auf dem Buckel hat und die Experten sagen, es müsse ein neues her, dann gibt es daran nichts zu rütteln. Dann muss ein Neues her. Beispielsweise muss ein Verkehrsabteilungsfahrzeug der Feuerwehr Wohlen, um das es gestern ging, pro Jahr zu 130 Ernsteinsätzen raus. Aufgrund des hohen Alters des Fahrzeuges gibt es auch schon kaum mehr Ersatzteile dafür.

Eins vorneweg: Die 37 anwesenden Einwohnerrätinnen und -räte genehmigten den Kauf für 121 200 Franken einstimmig. Jedoch stellte Daniel Heinrich (CVP) eine sehr praktisch gedachte Frage. Er hatte sich die MFK- und Serviceberichte geben lassen und zählte auf, dass neben dem anstehenden Service auch Reifen, Batterie, Frontscheibe und Tacho ersetzt werden müssen und auch die Bremskraftverteilung nicht mehr einwandfrei funktioniert. Seine Frage war: «Das neue Fahrzeug wird im April 2020 geliefert. Kann die Feuerwehr denn heute noch sicher mit dem alten Fahrzeug ausrücken?» Kommandant Marcel Christen konnte jedoch versichern: «Selbstverständlich. Wir dürfen noch damit ausrücken, müssten all die Arbeiten, die zum Teil sehr kostspielig wären, jedoch vor der nächsten Motorfahrzeugkontrolle durchführen. Wenn wir im April ein neues Fahrzeug erhalten, entfallen diese Kosten.»

Wie eng soll die Gemeinde die ibw-Leitplanken festlegen?

Am meisten zu diskutieren gab die Eigentümerstrategie der IB Wohlen AG, der Energiebetrieb im Besitz der Gemeinde Wohlen. Die Parteien waren sich einig, dass es sehr spannend ist, dieses Papier einsehen zu können. Einigen, wie den Grünen, war es etwas zu vage formuliert, während es für andere, zum Beispiel die FDP, kaum offen genug sein kann. Am Ende wurde es zur Kenntnis genommen.

An der Kreditabrechnung zur Sanierung und Umgestaltung der Allmendstrasse hatte kaum jemand etwas auszusetzen. Nur Daniel Meier (SVP) fand, man sehe die Fussgänger und Velofahrer zu wenig, weil die Büsche bis an den Strassenrand gepflanzt worden seien. Dem entgegnete Sepp Muff (SP): «Wenn man 30 km/h fährt, wie es dort erlaubt ist, dann stören die Büsche nicht.»

Anders war es bei der Kreditabrechnung für die Umsetzung des Standortmarketings. Thomas Hoffmann (FDP) machte deutlich: «Die Umsetzung hat erst begonnen.» Die Rätinnen und Räte waren sich nicht einig, inwiefern das Standortmarketing bisher Erfolg hatte. So stimmten sie auch nur mit 34 Ja- zu 1 Neinstimme bei zwei Enthaltungen zu.

Zu ihrer Anfrage über die kurzzeitige Schliessung der Badi eine Woche nach der diesjährigen Eröffnung verlangte die SVP eine Diskussion. Diese verlief aber schon bald im Sand und nach 1,5 Stunden war die zwölfte Einwohnerratssitzung geschlossen. Jedoch nicht, ohne Gedenkmoment für den kürzlich verstorbenen ehemaligen Einwohnerrat Hans Hufschmid.

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