Merenschwand

Kanton will Benzenschwilerstrasse sicherer machen, Einwohner wollen seperaten Veloweg

Der Kanton will bei der Sanierung der Benzenschwilerstrasse in Merenschwand mit Mittelinseln die Querung für Fussgänger sicherer machen.

Der Kanton will bei der Sanierung der Benzenschwilerstrasse in Merenschwand mit Mittelinseln die Querung für Fussgänger sicherer machen.

Der Kanton hat ein Sanierungsprojekt für diese Strasse 2012 gestartet, das in absehbarer Zeit vor der Ausführung steht. An der Gemeindeversammlung im letzten November wurde allerdings die Forderung laut, zwischen Benzenschwil und Merenschwand sei eine sichere Radwegverbindung ohne Querungen der Benzenschwilerstrasse zu realisieren.

Die Verbindungsstrasse Merenschwand–Benzenschwil wird ausgebaut. Nicht einig sind sich Einwohner und Kanton über die Verbesserung der Sicherheit für den Langsamverkehr. Während der Kanton mit zwei Strassenübergängen mit Inseln in der Mitte der Benzenschwilerstrasse die Sicherheit verbessern will, fordern Einwohner einen separaten Veloweg.

Der Ausbau der Strasse ist unbestritten. Sie ist in einem schlechten Zustand und wird nicht zuletzt wegen der Aushubdeponie Feld in Beinwil stark vom Schwerverkehr beansprucht. Der Kanton hat ein Sanierungsprojekt für diese Strasse 2012 gestartet, das in absehbarer Zeit vor der Ausführung steht. An der Gemeindeversammlung im letzten November wurde allerdings die Forderung laut, zwischen Benzenschwil und Merenschwand sei eine sichere Radwegverbindung ohne Querungen der Benzenschwilerstrasse zu realisieren. Diese würde vom Benzenschwiler Unterdorf nicht der Strasse entlang, sondern durch Landwirtschaftsland Richtung Kirchenfeld in Merenschwand führen. Der Gemeinderat fasste von den Stimmberechtigten den Auftrag, entsprechende Schritte einzuleiten. Die Herbstgemeindeversammlung 2017 soll schliesslich darüber befinden können.

Kinder weg von der Strasse

«Heute fehlt eine sichere Verbindung für Fussgänger und Velofahrer zwischen den fusionierten Dörfern Benzenschwil und Merenschwand, die Benzenschwilerstrasse wird als gefährlich eingestuft. Zudem müssen jetzt die 4.- bis 6.-Klässler aus Benzenschwil in Merenschwand zur Schule», stellt Patrick Bachmann, einer der Initianten eines neuen Veloweges, fest. «Das hat uns bewogen, uns für eine sichere Verbindung zu engagieren.» Die Lösung mit den Mittelinseln sei nicht optimal, die Verbindung Hüslerstrasse zudem sehr steil. Das ist nicht nur für Velofahrer und Fussgänger anstrengend, sondern beispielsweise auch für Eltern mit dem Kinderwagen. «Es ist sinnvoll, die Kinder weg von der Strasse zu haben.» Auch ältere Menschen und alle Velofahrer würden von einem neuen Veloweg stark profitieren. «Die Merenschwander hätten zudem einen bequemen Zugang zum Bahnhof Benzenschwil.

«Wir haben einen entsprechenden Auftrag erhalten», sagt Gemeindeammann Hannes Küng. «Aber wir haben auch an der Sommer-Gemeindeversammlung darauf hingewiesen, dass es schwierig sein wird, für ein solches Projekt eine Bewilligung zu erhalten.» Der Veloweg würde durch Landwirtschaftsland führen und bedürfe der Zustimmung durch die entsprechenden kantonalen Behörden. «Wir gehen davon aus, dass wir eine Bewilligung nicht auf Anhieb erhalten würden, sondern versuchen müssten, sie auf dem Rechtsweg zu erstreiten.» Auf jeden Fall wäre ein Bewilligungsgesuch «der Anfang eines längeren Verfahrens.» Eine Kostenbeteiligung durch den Kanton gäbe es nicht. «Einen separaten Veloweg müsste die Gemeinde vollumfänglich selber finanzieren.»

Auf Inseln verzichten?

Bleibt die Frage, ob der Kanton bei einer Zustimmung zu einem separaten Veloweg nicht auf den Bau der geplanten zwei Mittelinseln verzichten und damit Geld sparen könnte. Diese sehen einige Merenschwander nämlich als Verschleuderung von Steuergeldern, wenn der Radweg kommt. «Nein», erklärt Marius Büttiker, Leiter Sektion 2 der kantonalen Abteilung Tiefbau: «Die Inseln bleiben so oder so.» Man habe die Situation sehr seriös geprüft und auch mit dem Gemeinderat diskutiert. «Wir können, auch wenn ein neuer Radweg kommen sollte, nicht die bestehenden Wohngebiete ausblenden, wir wollen mehr Sicherheit für alle.» Ein weiterer Vorteil der geplanten Querungshilfen, wie die Inseln richtig heissen, sei, dass sie als Bremse für den motorisierten Verkehr wirkten.

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