Die Zentralstrasse in Wohlen zieht sich quer durchs Dorf, gesäumt von einigen Restaurants und kleinen Geschäften. Für den Wohler CVP-Grossrat ist sie Thema seiner am Mittwoch veröffentlichten Interpellation, die er am 29. August im Grossen Rat einreichen will.

Darin schreibt Grossrat Lütolf, dass bereits vor sieben Jahren im Einwohnerrat beschlossen wurde, die Strasse 2017 und 2018 für je eine Million Franken aufzuwerten. Lütolf: "Die Zentralstrasse ist für das Wohler Ortsbild, das angrenzende Gewerbe und die Anwohnerschaft von grosser Bedeutung."

Der Frust

Doch bisher ist das Aufwertungs-Projekt gemäss Lütolf noch nicht in die Gänge gekommen, reklamiert er und gibt dem Kanton Aargau die Schuld. "Bei der Zentralstrasse handelt es sich um eine Kantonsstrasse und die Gemeinde ist offenbar vom Wohlwollen des Kantons abhängig", schreibt der CVP-Grossrat in seinem Vorstoss.

"Mit der zuständigen Abteilung Tiefbau (ATB) des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt wurde zwar ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Zentralstrasse erarbeitet, doch überraschend setzte der Kanton nun eigenmächtig andere Prioritäten", kritisiert Lütolf.

Harry Lütolf, Einwohnerrat Wohlen (CVP).

Harry Lütolf, Einwohnerrat Wohlen (CVP).

Andere Sanierungsprojekte in Wohlen seien laut dem Kanton dringlicher. "An weit unwichtigeren Stellen", argumentiert Lütolf. "Der Kanton setzt sich über die Köpfe der Wohler Einwohner hinweg, das ist inakzeptabel." Vom Regierungsrat fordert er nun, dass die ATB das Gestaltungskonzept für die Zentralstrasse sofort umsetzen wird, da bereits die Zusage des Einwohnerrates vorliegt und die Gelder im kommunalen Finanzplan berücksichtigt wurden.

Ausserdem befürchtet Lütolf, dass auch andere Aargauer Gemeinden von einer ähnlichen Handlungsweise des Kantons betroffen seien könnten. (ngü)