Wohlen
Kantischüler helfen einem Dorf in Afrika

23 Schüler der Kanti Wohlen erarbeiten im Projektunterricht ein Hilfsprojekt zur Ernährungssicherheit in Malawi. Es geht darum, den Boden richtig zu bewirtschaften. Die Schüler investieren auch Freizeit ins Projekt.

Malte Aeberli
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Die Bauern in Mawuyanazo Zgambo erhalten Entwicklungshilfe aus Wohlen.

Die Bauern in Mawuyanazo Zgambo erhalten Entwicklungshilfe aus Wohlen.

ZVG

Mawuyanazo Zgambo ist ein abgelegenes Dorf im Norden von Malawi. 500 Menschen leben dort. Die Ernte reicht meist nicht über die Regenzeit hinweg. So entsteht eine Versorgungslücke von rund 5 Monaten. Die Bewohner sind arm und leiden an Hunger.

Die Schüler der Kanti Wohlen wollen ihnen helfen: Unter der Leitung von Russischlehrerin Sylvia Jasseng und in Zusammenarbeit mit der International Project Aid erarbeitet die Schülergruppe «Entwicklungszusammenarbeit» ein Hilfsprojekt: Die Bewohner von Mawuyanazo Zgambo sollen lernen, den Boden richtig zu bewirtschaften.

Zudem sollen Arbeitsmaterialen finanziert werden, damit weitere Felder beackert werden können. Der Aspekt der Nachhaltigkeit spiele dabei eine zentrale Rolle, teilen die Schüler mit. Durch den biologischen Gemüseanbau entstehen neben einer Nahrungsquelle auch zusätzliche Arbeitsplätze.

Ein Teil der Einnahmen könne so in weitere Projekte investiert werden. So profitiert das gesamte Dorf. Weitere Zuwendungen seien dann nicht mehr notwendig, da das Projekt dadurch selbsttragend werde.

Viel Arbeit in der Freizeit

Die Planung und Finanzierung des Vorhabens besteht aus vielen verschiedenen Arbeiten, die in der Gruppe erledigt werden. Für vieles reicht die Schulzeit allerdings nicht. Deshalb engagieren sich die Jugendlichen auch in ihrer Freizeit für das Projekt.

Finanziert wird das Projekt einerseits durch Spenden von Privatpersonen, Firmen und Vereinen und andererseits planen die Schüler diverse Kleinevents: Dazu gehören Rosen- und Kuchenverkäufe in Muri, Villmergen, Wohlen, Bremgarten und Sins; zusätzlich wird an einem Frühlingstag an der Kanti grilliert.

Damit die Gelder richtig investiert werden, stehen die Schüler in regem Austausch mit einer Kontaktperson vor Ort. Zudem reist Pietro Tomasini immer wieder nach Malawi, um die Entwicklung des Projekts zu überprüfen. Das nächste Mal besucht er die Bauern von Mawuyanazo Zgambo im Juli, um sie über die Umsetzung zu informieren.