Wohlen

Kantischülerinnen erhalten Medaille für den Kampf gegen Starrkrampf

Von links: Kanti-Lehrer Markus Stutz, Julia Frischknecht, Werner Wild (Kiwanis-Chairman), Jasmin Brunner und Elisabeth Müller (Unicef). BA

Von links: Kanti-Lehrer Markus Stutz, Julia Frischknecht, Werner Wild (Kiwanis-Chairman), Jasmin Brunner und Elisabeth Müller (Unicef). BA

Der Kiwanis-Club Lindenberg zeichnete an seiner 40-Jahr-Feier zwei Kantonsschülerinnen aus. Julia Frischknecht und Jasmin Brunner organisierten letztes Jahr in Dottikon einen Benefiz-Galaabend und sammelten viel Geld.

Im Mittelpunkt der 40-Jahr-Feier des Kiwanis-Clubs Lindenberg standen zwei 19-jährige Mittelschülerinnen, die nächstens an der Kantonsschule Wohlen ihre Maturität erlangen: Julia Frischknecht aus Wohlen und Jasmin Brunner aus Kallern. Sie widmeten ihre Maturaarbeit dem Kampf gegen den Starrkrampf in der Dritten Welt und organisierten letztes Jahr in Dottikon einen Benefiz-Galaabend, der 17 109 Franken für die von der Unicef und Kiwanis International geführten Kampagne gegen die gefürchtete Krankheit einbrachte.

Enormer Anklang beim Publikum

Mit dem am Galaabend erzielten Gewinn hätten die beiden Kantonsschülerinnen das von ihnen anvisierte Ziel weit übertroffen, erklärte Kiwanis-Chairman Werner Wild an der Jubiläumsfeier. Julia Frischknecht und Jasmin Brunner hätten sich vertieft mit ihrem Thema auseinandergesetzt und mit der Hilfe von Sponsoren einen enormen Anklang beim Publikum gefunden.

Wild überreichte den beiden Frauen für ihre preiswürdige humanitäre Leistung die Walter-Zeller-Medaille. Hansulrich Fischer, Präsident des Kiwanis-Clubs Lindenberg, gratulierte verdientermassen auch dem Kantonsschullehrer Markus Stutz, selber aktiver Kiwaner, der die beiden Maturandinnen bei ihrer Arbeit betreute.

Lobende Worte für das Engagement der Kantonsschülerinnen fand auch Elisabeth Müller, Geschäftsführerin von Unicef Schweiz. Der Kiwanis-Club Lindenberg habe eine gute Idee gehabt, als er die beiden Mittelschülerinnen für die Kampagne gegen den Starrkrampf engagieren konnte. «Nur reden, das können viele. Aber durchzuhalten – das war eine enorme Leistung», sagte sie an die Adresse der beiden Preisträgerinnen.

Diese hätten dafür gesorgt, dass Hunderte von Kindern nicht an Starrkrampf sterben müssten. «Julia Frischknecht und Jasmin Brunner haben gezeigt, dass man etwas gegen diese Krankheit tun kann.»

Ein Generationenvertrag

Als Kiwanis-Governor des Distrikts Schweiz/Liechtenstein/Südtirol überbrachte Eugen Mossdorf dem jubilierenden Freiämter Club die Glückwünsche. Mit der Kampagne gegen den Starrkrampf sei die Kiwanis-Bewegung «einen Generationenvertrag zwischen der älteren und der jungen Generation» eingegangen. «So ist das erzielte Erfolgsergebnis ein gemeinsames.»

Der Kiwanis-Club Lindenberg habe überdies 1982 zwei andere Kiwanis-Clubs (1982 Homberg und 1990 Mutschellen) gegründet, müsse nun aber selbst an eine Verjüngung denken. «Das Durchschnittsalter beim Kiwanis-Club Lindenberg steht heute bei 64 Jahren», erklärte Mossdorf.

In seinem humorvollen Rückblick auf die Geschichte des Kiwanis-Clubs Lindenberg erinnerte Gründungs-mitglied Markus Rüttimann daran, dass er als Apotheker, ein Tierarzt, ein Landarzt, ein Zahnarzt und ein Direktor 1972 ursprünglich nur das Podium Lindenberg gründen und am Leben halten wollten. Gleichgesinnte sollten sich zwanglos zu Vortragsabenden und zum Gedankenaustausch treffen.

Aus dieser Idee entstand mehr, als die Podiums-Gründer anfänglich glaubten. Der Versuch, das Podium unter die Fittiche des Lions-Clubs zu stellen, schlug indes fehl. «Die wollten uns nicht», konstatierte Rüttimann. Stattdessen bildete das Podium die Keimzelle des Kiwanis-Clubs Lindenberg. Dieser wurde offiziell am 4. Juli 1973 mit 22 Mitgliedern im Hotel Delphin in Meisterschwanden gegründet – am gleichen Ort, wo fast 41 Jahre später die Jubiläumsfeier, verbunden mit einer Schifffahrt auf dem Hallwilersee, stattfand.

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