Jonen
Kalte Wangen und rote Ohren beim Laufen im Chellerhals

Ein neuer Teilnehmerrekord, glückliche Kinder und ein zufriedener Organisator. Der 7.Kellerämter Lauf wurde zu einem grossen Erfolg.

Ruedi Burkart
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«Die Kinder müssen die gesamte Strecke laufen können.» Eine klare Ansage, zu lesen in der Ausschreibung zum Kellerämter Lauf. Wer mit Papi oder Mami an der Hand in der Muki/Vaki-Kategorie die 300 Meter von der Waldhütte bis ins Ziel zurücklegen wollte, musste fit sein. Bemerkenswert: 35 Läuferpaare starteten in der kühlen Herbstluft in dieser erstmals angebotenen Kategorie und sorgten für einen fröhlichen Farbtupfer. «Wir sind überwältigt von den vielen Anmeldungen», so Fredi Koller, Chef des Organisationskomitees.

Teilnehmerzahl explodiert

Grund für die Freude des Chefs: An den ersten sechs Durchführungen nahmen jeweils rund 210 laufbegeisterte Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 15 Jahren teil. Diesmal waren es sage und schreibe 327 Kinder, die im Gebiet Chellerhals um Sekunden und Medaillen rannten. Dass der Laufboom generell anhält, mag der eine Grund für den grossen Zuspruch sein. Der andere: Das Austragungsdatum des Kellerämterlaufs wurde dieses Jahr bewusst um eine Woche nach hinten geschoben. So sind nun auch die Zürcher Kinder wieder aus den Herbstferien zu Hause und können in Jonen starten. Der LV Albis stellte mit 32 Kindern denn auch die drittgrösste Vereinsdelegation. Zudem trafen die Organisatoren den Nerv der Zeit mit der erstmals angebotenen Kategorie Muki/Vaki-Lauf. Koller: «Wir sind zufrieden und haben viel Freude an der guten Stimmung hier bei uns in Jonen.»

Ein Kompliment verdiente sich auch die Crew in der Festwirtschaft. Problemlos verkraftete man den Ansturm der Läuferinnen und Läufer zur Mittagszeit. Auch wenn das Festzelt bei der Rangverkündigung aus allen Nähten platzte, hungrig musste niemand den Weg nach Hause antreten. Ein im Vergleich zu früheren Austragungen um über 50 Prozent grösseres Startfeld – ist der idyllische Kellerämterlauf an seine Grenzen gelangt? Ein paar Läufer mehr könne man durchaus noch verkraften, schmunzelt OK-Chef Koller und geniesst augenscheinlich den Trubel rund ums Schützenhaus.

Auf die Frage, ob das Konzept in ein paar Jahren noch dasselbe sein wird wie heute, zieht Koller den Joker. «Es ist vieles denkbar», meint er nur. Vielleicht öffne man dereinst den Lauf auch für Erwachsene, vielleicht verlege man das Start-und-Ziel-Gelände in ein paar Jahren hinunter ins Dorf und biete eine ganz andere Strecke an. Koller: «Es ist vieles denkbar. Ich sage jedenfalls niemals nie.» Sicher ist nur eines: In nächster Zeit wird sich das Organisationskomitee zu einer Abschlusssitzung treffen. Und die Zukunft des Kellerämter Laufs diskutieren.

Alle Ranglisten finden Sie hier.