«Wer zum Beispiel in Muri wohnt, kommt nur bis 1 Uhr nach Hause, ohne dafür ein viel zu teures Taxi nehmen zu müssen», argumentiert Juso-Freiamt-Präsident Jakob Lienhard. Die Jungsozialisten wollen aber, «dass jeder mit dem öffentlichen Verkehr sicher und zu einem fairen Preis in sein Dorf gelangt – und das bis in die frühen Morgenstunden», führt Lienhard aus.

Nachtverbindung nur bis Wohlen

Aktuell gibt es laut der Juso zwar bereits Verbindungen bis um 4 Uhr morgens, «Endhaltestelle ist aber Wohlen, weiter geht es dann nicht mehr», kritisiert Lienhard. Heutzu-
tage bestehe überall der Wunsch nach guten Nachtverbindungen – auch in den Freiämter Gemeinden.

«In den Städten gibt es ein gutes Netz mit S-Bahn und Nachtbus, aber wir wollen, dass auch Leute aus kleinen Dörfern die Möglichkeit haben, in der Nacht sicher und unkompliziert nach Hause zu kommen», macht Lienhard die Juso-Forderung klar. So könnten die Gemeinden dafür sorgen, dass ihr Dorf für Jugendliche ein lebenswerter Ort sei.

Wer die Petition unterschreibt, die auf www.jugend-kultur.ch abrufbar ist, fordert laut Juso den Regierungsrat und den Grossen Rat auf, sich für die Erschliessung sämtlicher Dörfer mit dem Nachtbus einzusetzen. Zurzeit werden laut Lienhard fleissigUnterschriften gesammelt und Werbung gemacht für das Anliegen für ein besseres nächtliches öV-Netz.

Mitte April lancierte die Juso Aargau sechs Petitionen für die Jugendkultur im Kanton. Von jeder Regionalgruppe wurde dabei ein spezifisches Thema ausgewählt.

Aktion: Samstag, 26. Mai, ab 10.45 Uhr, macht die Juso Freiamt an der Bahnhofstrasse Wohlen, nahe der Migros, auf ihre Petition aufmerksam.