Beinwil
Junges Architektenteam aus Aarau gewinnt Wettbewerb für Schulausbau

Der Gemeinderat Beinwil hat das Siegerprojekt für die Schulhauserweiterung im Dorf vorgestellt. Es stammt vom Architektenteam Gautschi, Lenzin, Schenker aus Aarau.

Barbara Hagmann
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Visualisierung des Siegervorschlags mit dem Neubau (links) und dem bestehenden Schulhaus (rechts).

Visualisierung des Siegervorschlags mit dem Neubau (links) und dem bestehenden Schulhaus (rechts).

Zur Verfügung gestellt

Vor einem Jahr hatten die Dorfbewohner beschlossen, einen Studienauftrag für die Schulhauserweiterung in Auftrag zu geben, denn das bestehende Schulhaus stösst wegen der Einführung des Schulmodells 6/3 räumlich an seine Grenzen.

18 Architekturbüros hatten sich für den Studienauftrag beworben; insgesamt sechs reichten Projekte ein. Das beste Konzept lieferte das Architektenteam Gautschi Lenzin Schenker aus Aarau.

Kurze Verbindungswege

Bei der Auswahl der Projekte legte die Wettbewerbskommission ihr Augenmerk auf möglichst kurze Verbindungswege vom Altbau zum Neubau. «Die Schüler sollen keinen Orientierungslauf machen müssen, bis sie im Klassenzimmer sind», sagte Christian Stahel, Kommissionsmitglied.

Rasch kristallisierte sich das südwestseitige Andocken an das bestehende Schulhaus als idealer Standort heraus. Bauliche Massnahmen im Altbau können somit auf ein Minimum reduziert werden.

«Wir haben uns gegen eine üppige Anlage entschieden und setzen auf eine niedrige Kubatur», erklärte Stahel und führte weiter aus: «Beim Vorschlag der Architekten Gautschi, Lenzin, Schenker handelt es sich zudem um die wirtschaftlich günstigste, preiswerteste Lösung.»

Das Raumkonzept ist funktionell und alltagstauglich für den Schulbetrieb gestaltet worden. Der Neubau wird weitgehend nach Minergie-Standard erstellt, eine Zertifizierung wird aber nicht angestrebt.

«Wir sehen von einer kostspieligen Komfortlüftung ab», hielt Gemeinderat Bruno Sidler fest. Betreffend Heizanlage werden derzeit zwei Möglichkeiten geprüft: ein Anschluss an die bestehende Heizung oder eine zusätzliche Anlage mit erneuerbaren Energien.

Werkhof-Neubau zurückgestellt

Das eigentliche Vorhaben, neben der Schulhauserweiterung gleichzeitig einen neuen Werkhof zu realisieren, wurde fallen gelassen. Der Gemeinderat hat beschlossen, etappenweise vorzugehen. «Vorerst können wir nur die Schulhauserweiterung stemmen. Der Werkhof wird später gebaut», erläuterte Gemeindeammann Albert Betschart.

Die Grössenordnung der Baukosten für die Schulerweiterung wollte der Gemeinderat nicht preisgeben. Bruno Sidler merkte bloss an: «Das Projekt liegt im vorgegebenen Rahmen.»

Der Planungskredit ist ein Geschäft an der kommenden Sommergmeind. Gemäss Website der Gemeinde wird mit einer Gesamtkostenschätzung von rund 3,8 Mio. Franken gerechnet.

Mit Lift im Altbau

So sieht das Konzept des Aarauer Architektenteams aus: Das bestehende Schulhaus wird sudwestseitig vergrössert, die beiden Schuletagen sind direkt über der bestehenden Erschliessungszone erschlossen. Zum Pausenplatz hin öffnet sich die Fassade mit einer raumhohen Verglasung mit Ausgang auf den Pausenplatz.

Die neue Teilunterkellerung beherbergt die Technikräume für einen künftigen Wärmeverbund mit dem Werkhof.

Die Eingangssituation bei der Turnhalle wird mit einer neuen Vordachergänzung aufgewertet. Der Einbau eines Lifts im Altbau ermöglicht sämtlichen Schulgeschossen einen behindertengerechten Zugang. Auf dem Flachdach könnte eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

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