Schnell sucht Aaron Leu auf seinem Smartphone nach dem Film zum Wettbewerb Swiss Skills. «Dann hat man gleich einen kleinen Eindruck, worum es geht», sagt er, während er auf den Play-Button drückt. Der kurze Trailer gibt einen Überblick über die Abläufe an den Schweizer Berufsmeisterschaften. Im September treten in Bern 1000 junge Berufsleute aus 135 Berufen der Bereiche Handwerk, Dienstleistung und Industrie an. Im Bereich der Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker treten 15 Nachwuchshoffnungen an. Laut Film sind nur die Besten vertreten. Aaron Leu aus Oberrüti gehört zu ihnen.

Um an den Swiss Skills teilnehmen zu können, ist ein guter Abschluss der Berufsausbildung notwendig. Der 21-jährige Leu lernte bei Wacker Neuson in Perlen Baumaschinenmechaniker. Seine Ausbildung schloss er in der Zentralschweiz ab – als Bester seiner Sparte. Eine Weile später kam die Anfrage, ob er Interesse habe, beim Wettbewerb mitzumachen. Ein guter Abschluss allein genüge dafür allerdings nicht, auch die Zukunftspläne müssten in Richtung Lehrberuf gehen. Das ist bei Leu der Fall. «Es ist schon cool, dass ich ausgewählt wurde», freut er sich.

Seine Aufgabe: Probleme lösen

Für Technik habe er sich bereits als Kind begeistern können, erzählt er. «Mein Vater ist gelernter Landmaschinenmechaniker, er betreut den Maschinenpark einer Baufirma. Das fand ich spannend. Ich hatte von klein auf mit Baumaschinen zu tun.» Zurzeit arbeitet Leu für Wacker Neuson als Servicetechniker in Lausanne. Dort führt er hauptsächlich Wartungsarbeiten an Baggern und Pneuladern aus. Das sei für ihn aus verschiedenen Gründen interessant: Zum einen habe er durch den Berufsort die Möglichkeit, seine Französischkenntnisse auszubauen, zum anderen sei es fachlich sehr interessant, als Servicetechniker zu arbeiten. «Ich muss mich da immer wieder neuen Herausforderungen stellen, es geht ja darum, für Probleme eine Lösung zu finden. Das ist sehr vielseitig und abwechslungsreich.»

Noch viel zu büffeln

Das sind auch Gründe, aus denen er sich schon sehr auf den Wettbewerb freut. «Das ist eine gute Möglichkeit, zu zeigen, wie spannend der Beruf ist und was man kann. Ich mag meinen Beruf.» Im Wettbewerb müssen die Berufsleute an fünf Stationen zu den Themenbereichen mechanische Antriebe, Motoren, Elektrik, Hydraulik und an einem Überraschungsposten ihr Können unter Beweis stellen. Der Anlass dauert vom 12. bis zum 16. September. Als Preise winken Stipendien für Meisterdiplome oder für ein Studium an der Fachhochschule. Die Berufsschule Sursee, die Aaron Leu auch besuchte, stellt den jungen Leuten zur Vorbereitung für die Swiss Skills Räumlichkeiten und Übungsmotoren zur Verfügung. «Da ist der Austausch mit den anderen natürlich auch hilfreich.» Auch in Sachen Theorie möchte Leu fit sein: «Ich werde mir meine Unterlagen aus der Berufsschule nochmals vornehmen und den Stoff repetieren.» In seiner Freizeit fährt der junge Baumaschinenmechaniker gerne Mountainbike. «Das ist ein guter Ausgleich zum Berufsalltag», findet Leu, «ausserdem bin ich gerne draussen unterwegs.» Das Velo kommt übers Wochenende auch mit, von Lausanne nach Oberrüti und retour.

Und wie sieht seine berufliche Zukunft aus? «Ich kann mir vorstellen, später einmal in der Entwicklung zu arbeiten. Ein Studium an einer Fachhochschule kann ich mir gut vorstellen. Aber in nächster Zeit möchte ich gerne weiter als Servicetechniker arbeiten, das ist wirklich spannend.»