Muri
Junge Naturschützer bekämpfen Eindringlinge

Die Jugendnaturschutzgruppe Freiamt packt einen Tag lang im Naturschutzgebiet zu: Sogenannte Neophyten, gebietsfremde Pflanzen, sollen bekämpft werden. Einheimische Pflanzen erhalten dadurch wieder Platz und können besser gedeihen und sich vermehren.

Eddy Schambron
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Einsatz im Wald: Freiämter Jugendliche räumen Neophyten weg und setzen sich für den Naturschutz ein. zvg

Einsatz im Wald: Freiämter Jugendliche räumen Neophyten weg und setzen sich für den Naturschutz ein. zvg

Wieder macht sich der Jugendnaturschutz Freiamt auf, Eindringlinge aus dem Wald zu schaffen. Konkret geht es darum, sogenannte Neophyten, also gebietsfremde Pflanzen, in Naturschutzzonen zu bekämpfen. So wird einheimischen Pflanzen wieder Platz zurückgegeben, damit sie sich vermehren und besser gedeihen können.

Die meisten gebietsfremden Pflanzen sind harmlos, zum Beispiel die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut. Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv, das heisst, sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind sogar gefährlich für unsere Gesundheit, wie der Surseer Biologe Erwin Jörg auf www.neophyt.ch festhält. Andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen.

Alle diese Problempflanzen bezeichnet man als invasive Neophyten. Zurzeit gelten in der Schweiz 24 Arten als nachweislich und 22 Arten als potenziell schädliche invasive Neophyten. Der Jugendnaturschutz Freiamt wurde vor gut 20 Jahren mit dem Ziel gegründet, die Mitglieder auf spielerische Weise für die Natur und den Umweltschutz zu sensibilisieren.

In den monatlichen Exkursionen in Freiamt und in halbjährlichen Lagern werden die Mitglieder selber zu Forschern, Waldarbeitern und Naturschützern. Es gibt Exkursionen, Arbeitseinsätze und Besichtigungen von interessanten Anlagen. Im Frühling hilft die Gruppe an zwei Tagen der Pro Natura in einem Naturschutzgebiet.

Die Jugendnaturschutzgruppe Freiamt ist eine von 40 in der ganzen Schweiz. Unterstützt werden sie vor allem durch die Pro Natura Schweiz und durch den Schweizerischen Vogelschutz. Die Gruppe finanziert sich durch Spenden. Auf Mitgliederbeiträge wird bewusst verzichtet, um allen Zugang zu gewähren. Die Mitglieder sind zwischen 10 bis 16 Jahre alt, die sechs Leiterinnen und Leiter zwischen 16 und 30 Jahre alt.

Arbeitseinsatz am Samstag, 21. Juni, Treffpunkt 9.45 Uhr Parkplatz reformierte Kirche Muri, Rückkehr 15.45 Uhr. Anmeldung bis 16. Juni an juna-freiamt@gmx.ch; Patrick Schöpfer, Tel. 076 518 99 14; www.junafreiamt.ch