Boswil

Junge Konkurrenz für die Linner Linde: WWF Aargau pflanzt vier Bäume

Pastoralassistentin Ursula Kloth segnet die WWF-Winterlinde in Boswil ein. ES

Pastoralassistentin Ursula Kloth segnet die WWF-Winterlinde in Boswil ein. ES

Der WWF Aargau pflanzt zu seinem 40-Jahr-Jubiläum vier Bäume. Einer wächst nun in Boswil und soll in ein paar 100 Jahren so berühmt sein wie die Linner Linde.

Die junge Winterlinde an exponierter Stelle in Boswil kann 40 Meter hoch werden und 1000 Jahre alt. «Hoffentlich macht sie einmal der Linner Linde Konkurrenz», sagte Henrietta Suter vom WWF Aargau bei der Pflanzung des Baums zum 40-Jahr-Jubiläum des WWF Aargau. Dieser war ursprünglich als WWF Rüebliland im Juni 1977 gegründet worden. 1990 kam das Fricktal zur damit kompletten Aargauer Sektion. «Diese Linde ist der erste von vier Bäumen, die zum Jubiläum gepflanzt werden», führte Tonja Zürcher, Geschäftsleiterin des WWF Aargau, aus. Ein zweiter Baum wird in Rheinfelden für das Fricktal, einer in Baden und einer in Aarau in die Erde gesetzt. «Die Themen beim WWF sind in den vier Jahrzehnten mehr oder weniger die gleichen geblieben», stellte sie fest, vom Landschafts- und Naturschutz bis zur Klimaveränderung und zum Recycling. «Wir haben zuerst an ein Fest zum Jubiläum gedacht, uns aber für das Spenden von Bäumen entschieden – wir wollten etwas, das auch nach uns noch Bestand hat und für die Natur wertvoll ist.»

Schöner Platz

Gesucht hat der Platz Revierförster Beat Bossert zusammen mit dem Gemeinderat Boswil. Der Baum ist eine ideale Ergänzung zu einer Ruhebank. Vor zwei Jahren regte der Boswiler Ortsbürger Beat Mäder an, im Gebiet Hundstelli eine solche aufzustellen, erinnerte der Boswiler Gemeindeammann Michael Weber. Als Bossert in Boswil nach einem schönen Standort für den Jubiläumsbaum fragte, war für den Gemeinderat klar: Dieser Baum wird eine prächtige Ergänzung zur Bank, die den Blick nach Muri und tief in die Alpen hinein zulässt. Der Flurname Hundstelli hat übrigens nichts mit Vierbeinern zu tun, wie Benedikt Stalder ausführte. Vielmehr kommt er wahrscheinlich von Hundo, einem Personennamen, der so viel wie Hauptmann oder Vorsteher bedeutet, welcher hier seine Wohnstätte hatte.

Pastoralassistentin Ursula Kloth segnete den Baum ein. Der Bio-Bauer und Dichter Martin Köchli sprach eine Ode an den Baum und die 1.-Klässlerinnen und 1.-Klässler von Bernadette Köpfli gaben nicht nur einen Tanz zum Besten, sondern schickten die Linde mit vielen guten, persönlich formulierten Wünschen in ein hoffentlich 1000-jähriges Leben.

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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