Trotz Regen strahlende Gesichter: Der neue Skatepark in den Bachmatten in Muri konnte am Samstag den Jugendlichen übergeben werden. Vizeammann Hampi Budmiger erinnerte an die lange Anlaufzeit. «Von den ersten Initianten sind einige schon weggezogen oder haben sich anderen Freizeitbeschäftigungen zugewandt.» Aber weil viele hartnäckig dranblieben, hat Muri heute eine sehr schöne, betonierte Skateanlage.

Bedürfnis ausgewiesen

Auch wenn der Vorlauf bis zur Realisierung lange gedauert habe, sei das Bedürfnis nach wie vor ausgewiesen, betonte Budmiger. Nicht zuletzt, weil Muri in nächster Zukunft stark wachsen wird, sei es wichtig, den Jugendlichen einen attraktiven Ort anbieten zu können.

«Mit dieser Anlage setzt Muri ein Zeichen und trifft den Nerv der Zeit.» Sie habe mit ihrer Grösse bewusst keinen überregionalen Charakter, werde aber auch Jugendliche aus der näheren Umgebung anlocken. «Die 100 000 Franken, die die Gemeinde netto bezahlt, sind gut investiert.» Gesamthaft sind Kosten von 140 000 Franken entstanden, der Kanton und die Josef-Müller-Stiftung beteiligen sich mit je 20 000 Franken daran.

Schwieriges Bauwerk

Architekt Kurt Kolb vom Büro Hegi Koch Kolb, Wohlen, gab zu, «dass wir gar nicht recht wussten, was das ist, als wir den Auftrag annahmen.» Es zeigte sich glücklich, dass er mit Noel Eichenberger eine fachkundige, engagierte Unterstützung gefunden hatte. «Er hatte ein fertiges Projekt im Sack, weiss, wo wie was gemacht werden muss.»

Auch für den Baumeister Jürg Weiss und für Stefano Coromiti, welcher für die Betonarbeiten zuständig war, bedeutete die Anlage eine Herausforderung. «Auch für sie war sie Neuland», machte Kolb klar. Erschwerend kam ein langer Winter dazu. Aber es sei alles gut gekommen: «Das ist ein Bauwerk voller Hindernisse – und alle haben Freude daran», schmunzelte er.

Skater-Präsident «überglücklich»

Fast zehn Jahre habe es gedauert, bis ein Traum von Jugendlichen in Erfüllung gegangen sei, erklärte Benjamin Geiger, Präsident des Vereins Muska (Muri Skate Area). Er zeigte sich «überglücklich über die wunderschöne Anlage». Es seien viele Höhen und Tiefen überwunden worden, der Einsatz habe sich gelohnt. Besonders geehrt wurde Noel Eichenberger, der sich wie kein anderer für die Anlage engagiert hat. Er erhielt von Hampi Budmiger unter anderem einen Flug mit einem Kunstflieger geschenkt.

Mit einem rot-weissen Ballonstart wurde die Anlage schliesslich offiziell den Jugendlichen übergeben. Leider fiel das geplante Showfahren zu Beginn der Einweihungsfeier wegen dem Regen aus. Doch die zahlreichen Gäste liessen es sich trotzdem nicht nehmen, unter einer grossen Zeltblache zusammenzusitzen und das neue Bauwerk gebührend zu feiern. Mit dabei war auch das Jugendhaus Muri13 mit einer Bar.