Sarmenstorf
Jugendfeuerwehr aus dem Freiamt will Schweizer Meister werden

Die dorfeigene Jugendfeuerwehr kämpft am 24. und 25. Mai um den Schweizermeistertitel in Romanshorn. Letztes Jahr holte die Truppe den 7. Platz. In diesem Jahr soll es nun mit dem Sieg klappen. Dafür tun Jungs zwischen 12 und 18 Jahren fast alles.

Lisa Stutz
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«Ellei simmer nüt, zäme simmer alles.» So lautet der Kampfspruch der Jugendfeuerwehr Sarmenstorf.

«Ellei simmer nüt, zäme simmer alles.» So lautet der Kampfspruch der Jugendfeuerwehr Sarmenstorf.

Lisa Stutz

Die Schläuche liegen bereit, die Hürden sind aufgestellt. Der Geruch von Regen liegt in der Luft über dem Parcours. Von Weitem sieht man acht Feuerwehrmänner in rot/gelben Uniformen hinter der Startlinie. Von Nahem erkennt man, dass es Buben sind. «Ellei simmer nüt, zäme simmer alles», schreien sie. Ihr Trainer Simon Lüthy ruft «Los!» und drückt den Startknopf seiner Stoppuhr.

Hoch konzentriert und blitzschnell bewegen sich die Jungs mit Ski fort, binden Knöpfe, und seilen einen «Verletzten» von einem Turm ab. Sie überqueren Hürden und spritzen mit Wasser aus dem Feuerwehrschlauch Tennisbälle weg. «Am Ende geht es um die Zeit», erklärt Simon Lüthy. «Alles unter 300 Sekunden ist akzeptabel.»

Die Gegner bezwingen

Das erklärte Ziel der Sarmenstorfer Jugendfeuerwehr ist der Sieg. «Bisher hat es mit dem 1. Platz noch nie geklappt», bedauert Lüthy. Im letzten Jahr konnte sich die Truppe immerhin den 7. Platz sichern. «Nun sind wir aber bereit zu gewinnen», sagt er. Seit Januar trainiert die Mannschaft für die Schweizer Meisterschaften vom 24. und 25. Mai in Romanshorn. Dort müssen sich die Jungs im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren gegen rund 40 andere Jugendfeuerwehren im Parcours behaupten. «Interlaken, Hirschthal und Zermatt könnten unsere grössten Konkurrenten sein.» Lüthy ist sich aber sicher, dass seine Mannschaft diese Gegner bezwingen kann: «Wir haben den Parcours hundertmal geübt, die Jungs sind motiviert und wir erreichen bei den Trainings Top-Zeiten.»

Auch Spass steht im Zentrum

In der Jugendfeuerwehr geht es aber nicht nur ums Gewinnen: «Wie in der Jungwacht oder in der Pfadi wollen wir, dass die Mitglieder viel Spass haben und hier Freunde treffen», erklärt Lüthy, der selbst jahrelang Teil der Jugendfeuerwehr war. Und sollte man am übernächsten Wochenende nicht gewinnen, sei das zwar enttäuschend, aber alle kämen trotzdem noch gerne in die Jugendfeuerwehr, ist sich die Mannschaft einig.

«Mein Vater ist in der grossen Feuerwehr, da möchte ich auch einmal hin», sagt der 16-jährige Cyrill Melliger. «Für die Meisterschaft haben wir hart trainiert und uns einen Sieg verdient.» Auch Adrian Bütler (17), der Gruppenführer der Jugendfeuerwehr Sarmenstorf – sozusagen der «Captain» – sagt: «Ich will, dass wir den Pokal holen, und ich weiss, dass jeder von ihnen das auch will.»

Trotz allem Ehrgeiz geht die Jugendfeuerwehr Sarmenstorf stets respektvoll miteinander um. «Braucht jemand noch Hilfe?», ruft Bütler, als es darum geht, die Schläuche zusammenzurollen. Denn erst wenn alle Teammitglieder im Ziel angekommen sind, drückt der Trainer wieder auf die Stoppuhr.