Die Gespräche mit der Vermieterin seien positiv verlaufen, teilte die neue Vereinspräsidentin Laetitia Stäger (Wohlen) vor der VJF-Generalversammlung mit. Sie löst Sibylle Zweifel ab, die den Verein in den letzten vier Jahren mit Erfolg geleitet hat und wegen zeitlicher Überlastung den Rücktritt einreichte. Weiter ziehen neu Philipp Bieri und Priska Meyer in den Vorstand ein.

Im Freiamt verankert

Mit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der VJF innert weniger Jahre zu einer für ländliche Verhältnisse «Firma der mittleren Grösse» angewachsen, erläuterte die abtretende Präsidentin Sibylle Zweifel. Längst reicht die Jugendarbeit über Wohlen hinaus. Bedient werden auch die Gemeinden Villmergen, Sins, Muri, Dottikon, Hägglingen und Seon. Nach der Pilotphase fällt in Sins in diesem Jahr der Entscheid, ob die begonnene Jugendarbeit in der Gemeinde weitergeführt wird. Stellenleiter Arsène Perroud ist zuversichtlich, dass das der Fall sein wird.

Auch über das weitere Vorgehen beim Toolbox-Projekt für Neuzuzüger in Wohlen, Dottikon, Villmergen und Dintikon soll noch 2011 entschieden werden. Am 5. Juni findet im Rahmen von Toolbox in Villmergen das Fest der Kulturen statt.

Ausbildungsplatz anbieten

Nach dem stürmischen Wachstum der letzten Jahre müsse die Jugend-arbeit in den Gemeinden gefestigt werden, teilte Arsène Perroud mit. «Wir wollen das, was wir leisten, gut machen, sind aber offen für Neues.» Studienabgänger, die sich beruflich mit der Jugendarbeit befassen wollten, unterschätzten die Aufgabe oft: «Jugendarbeit bedeutet mehr Aufwand, als mit den Jugendlichen am «Töggelikasten» zu stehen», sagte der Stellenleiter. Der VJF könne ange-henden Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern immer wieder einen berufsbegleitenden Ausbildungs- und Arbeitsplatz anbieten, erläuterte Perroud. Für den Verein lohnt sich dieses Konzept: Im VJF werde sehr engagierte Jugendarbeit geleistet, erklärten die Verantwortlichen.

Am Wohler Jugendfest präsent

In Wohlen zählte die Aktion 72 Stunden mit der befristeten Einrichtung eines Spielplatzes auf dem Isler-Areal zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres. Die im November einberufene Jugendsession verlangte vom Gemeinderat, dass er sich für einen Dirtpark einsetzen solle. Bestehende Angebote wie Jugendtreff, Anlaufstelle für Jugendliche, Midnight Sports, Open Sunday, Kerzenziehen, Ferienpass und mobile Jugendarbeit werden weitergeführt. Mit einem Tag der offenen Tür am 30. April und einem Auftritt am Wohler Jugendfest Ende Juni will sich der Verein Jugend und Freizeit der Öffentlichkeit präsentieren.