Kinder- und Jugendförderung, Integrationsangebote und Gemeinwesenarbeit hat sich der Wohler Verein für Jugend und Freizeit (VJF) auf die Fahne geschrieben. Die Ergebnisse der teilweise jahrelangen Aufbauarbeiten lassen sich sehen. Die Jugendarbeit ist inzwischen über die Freiämter Metropole hinausgewachsen und hat Äste an verschiedenen Orten in der Nordwestschweiz gebildet. Denn vom VJF-Stützpunkt Wohlen aus wird nicht nur die Jugendarbeit in rund einem Dutzend Freiämter Gemeinden initiiert, sondern auch in weiteren Aargauer Regionen und in Nachbarkantonen. Im Jahr 2017 sind nun auch noch die Offene Jugendarbeit Lostorf/Obergösgen und die Jugendarbeit Region Thal dazugestossen.

Verträge mit den Gemeinden

Der VJF erfüllt dabei Leistungsaufträge im Vertragsverhältnis und beschäftigt die Betreuungspersonen in den betreffenden Gemeinden, wie die AZ gestern Donnerstag von Vereinspräsident Alex Meyer an einer Medienorientierung in Erfahrung bringen konnte. Beim Verein für Jugend und Freizeit sind inzwischen über 40 Mitarbeitende beschäftigt und somit darf man sagen, es handelt sich um einen Betrieb der Kategorie kleines und mittleres Unternehmen (KMU). Eine Mitarbeiterumfrage hat im vorigen Jahr ergeben, dass unter anderem die Identität und die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten mit dem VIF gut ist.

Einer, der den VJF während fast zweier Jahrzehnte mitgeprägt hat, ist Geschäftsführer Arsène Perroud. Er ist als Gemeindeammann von Wohlen gewählt worden und hat den Verein nun verlassen. Neu in den achtköpfigen Vereinsvorstand wählte die Mitgliederversammlung gestern Donnerstag Markus Haller und Martin Kuhn.

Nebst der Kinder- und Jugendförderung mit der Offenen Jugendarbeit und den Integrationsangeboten hat sich für den VJF ein neues Betätigungsfeld aufgetan, die Gemeinwesenarbeit. Dazu ist eine interne Ausschreibung lanciert worden für Projekte und Integrationsangebote innerhalb der VJF-Gemeinden. Nach Angaben von Vereinspräsident Meyer soll eine Strategie-Arbeitsgruppe gebildet werden, um Angebote in diesem Bereich zu puschen.

Stärkung der Gemeinschaft

Zur Strategie, welche vom VJF seit 2017 verfolgt wird, zählt unter dem Punkt Motivation vor allem die Sicherung und Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den Gemeinden mit der Stärkung der Gemeinschaft und der Förderung der Lebensqualität. Weiterhin will der VJF sein Gewicht in die Waagschale werfen bei der Unterstützung der Gemeinden auf der Basis der Erfahrungen aus soziokultureller Animation und Offener Jugendarbeit mit der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Projekte.

Der VJF ist mit seiner Tätigkeit auf gutem Wege, wie ein Blick auf einige Höhepunkte im Vereinsjahr 2017 zeigt: Eröffnung des Jugendbüros in Sins, Bezug des neuen Jugendtreffs in Zufikon, Inbetriebnahme einer mobilen Skatanlage in Rottenschwil und das Fest «Begegnung der Kulturen» in Villmergen.