Gewerbeverein Kelleramt

Jubiläum der regionalen Brückenbauer

Gründungsmitglied Markus Fischer und die scheidende Präsidentin des GVK, Claudia Hoffmann-Burkart, sind überzeugte Brückenbauer für das Gewerbe.

Gründungsmitglied Markus Fischer und die scheidende Präsidentin des GVK, Claudia Hoffmann-Burkart, sind überzeugte Brückenbauer für das Gewerbe.

Der Gewerbeverein Kelleramt (GVK) schaut anlässlich seines Jubiläums zurück auf 25 erfolgreiche Jahre und voraus auf eine digitale Zukunft.

Wenn sich die 126 Mitglieder des Gewerbevereins Kelleramt (GVK) am 21. März zu ihrer Jubiläums-Generalversammlung treffen, dann dürfen sie zurückblicken auf 25 ebenso aktive wie erfolgreiche Jahre. Dabei werden drei Namen in aller Munde sein: Claudia Hoffmann-Burkart, Markus Fischer und natürlich Josef Eichholzer, der den GVK 1994 aus der Taufe gehoben hat. «Er war ein Mann mit Visionen», erzählt Markus Fischer, der ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern des GVK gehört und bis 2012 auch im Vereinsvorstand tätig war.

Eichholzer habe damals erkannt, dass das Gewerbe des Kelleramts sich zusammenschliessen müsse, wie man es in Ottenbach, auf dem Mutschellen und in Bremgarten getan habe. «Er sagte, das Kelleramt sei diesbezüglich ein schwarzer Fleck auf der Landkarte.» Um das zu ändern, zog Eichholzer ein Jahr lang von Gemeinde zu Gemeinde und gewann in Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Rottenschwil und Unterlunkhofen wieder Gewerbetreibende, die dann vor Ort für die Idee «Klinken putzten», so Fischer, bis man 65 Mitglieder beisammen hatte, die sich am 23. Februar 1994 zur Gründungsversammlung trafen.

Hoffmann tritt zurück

Als Eichholzer 1997 mit nur 57 Jahren verstarb, sprang Markus Fischer als Präsident interimistisch in die Bresche. Er war es dann auch, der 2003 das Neumitglied Claudia Hoffmann-Burkart dazu animierte, sich für das freigewordene Präsidium zu bewerben. «Ohne seine Unterstützung hätte ich das allerdings nie gemacht», erzählt Hoffmann, die nun nach 16 Jahren als Präsidentin und Vereinsmitglied den GVK verlässt und mit ihrem Mann auf Reisen geht. Als professionelle Informatikberaterin brachte sie zuerst einmal den Webauftritt des Vereins auf Vordermann. Ausserdem nutzte sie ihre gute Vernetzung in Politik und Wirtschaft dazu, «Brücken zu bauen», wie sie es ausdrückt. 2005 zog Hoffmann nach Kallern um, wo sie schon bald in den Gemeinderat und dann zum Gemeindeammann gewählt wurde. «Um sie im Gewerbeverein nicht zu verlieren, haben wir kurzerhand die Statuten geändert», erzählt Fischer. «Seither ist es keine Bedingung mehr, dass man sein Gewerbe im Kelleramt betreibt oder hier wohnt, sondern es reicht auch, sich aufgrund der beruflichen Tätigkeit mit dem Verein speziell verbunden zu fühlen.»

Neben Zusammenhalt, Austausch und Geselligkeit im Verein geht es den Mitgliedern des GVK auch besonders darum, für das Gewerbe im Kelleramt und darüber hinaus zu lobbyieren. Dazu tragen vor allem so erfolgreiche Grossanlässe wie die Kellerämter Gewerbeausstellung (Kega) bei, aber auch beim alljährlichen Neujahrsapéro, der Happy Hour, dem Fondue-Plausch oder durch Aktionen wie das Schnupperangebot «Berufe Kelleramt» macht der GVK auf sich und das Angebot seiner Mitglieder aufmerksam.

Auf in die digitale Zukunft

Nach den Herausforderungen für den GVK in den kommenden 25 Jahren befragt, leuchten Hoffmanns Augen: «Was wir mit unserer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz zum Standortmarketing für eine ‹Region Kelleramt› vor acht Jahren begonnen haben, wird hoffentlich, mit Unterstützung der Gemeinden, doch noch Realität», sagt die 53-Jährige und klopft auf die vor ihr liegende, dicke Studienarbeit der FHNW. «Und das grosse Thema der Zukunft wird die Digitalisierung sein», sagt die IT- und EDV-Spezialistin. «Da geht es dann nicht nur um ein bisschen Homepage und Bestellungen per Computer, da geht es um die optimierte digitale Vernetzung des Anbieters und all seiner Geschäftsbereiche mit seinen Lieferanten, Kunden und weiteren Partnern im näheren und weiteren Umfeld seiner Branche.» Hier spricht aus Hoffmann auch die Vizepräsidentin des Hightech Zentrums Aargau, das im Auftrag des Kantons die Gewerbetreibenden für die Erfordernisse der digitalen Zukunft sensibilisieren und ihnen die entsprechenden Werkzeuge bereitstellen will.

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Autor

Christian Breitschmid

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