Bauprojekt
Jonen erhält einen neuen Dorfplatz – mit «traditioneller, kultureller Bedeutung»

Auf dem Kreuzareal an der Dorfstrasse entsteht bis 2022 ein Ort für Begegnungen und Anlässe. Der Platz soll mit Bänken und einem Brunnen ausgestattet werden. Die Brunnengestaltung werde durch einen Wettbewerb bestimmt.

Ilir Pinto
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So soll das Kreuzareal Jonens im Jahr 2022 aussehen. Zusätzlich kommt noch ein Brunnen dazu.

So soll das Kreuzareal Jonens im Jahr 2022 aussehen. Zusätzlich kommt noch ein Brunnen dazu.

Visualisierung/zvg

Jonen zählt seit 1986 zu den schützenswerten Ortsbildern der Schweiz von nationaler Bedeutung. Vor allem die typischen Riegelhäuser zeichnen das Dorfbild aus. Nun soll Letzteres weiter aufgewertet werden, wie die Gemeinde mitteilt. Ein neuer Dorfplatz mit Brunnen und Sitzgelegenheiten soll Platz für Begegnungen und Anlässe schaffen.

Aber von vorne: Das Kreuzareal im Dorfzentrum wird dominiert von einem grossen, pittoresken Riegelhaus. Bis 2019 beherbergte es den Gasthof zum Kreuz, nun wird es erstmals seit 1950 renoviert. Statt des Restaurants soll es künftig einen Laden und Wohnungen beherbergen. Ausserdem ist das ganze Areal momentan eine grosse Baustelle: Rund um das Riegelhaus entstehen drei moderne Wohnhäuser und, wie erwähnt, der neue Dorfplatz.

Spannung auf Gestaltung des neuen Brunnens

Gemeinderat Luigi Alberti sagt: «Dank einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen der Bauherrschaft, der Fachkommission und dem Gemeinderat konnte das Bauprojekt erarbeitet werden, das den Anliegen des Ortsbildschutzes Rechnung und zur Aufwertung des Dorfzentrums beiträgt. Der Platz erhält seine traditionelle, kulturelle Bedeutung für Jonen zurück.» Dazu erläutert Gemeindeschreiber Lorenz Staubli: «Der Platz diente viele Jahre als Ort für Begegnungen. Zum 1. August oder Oktoberfest wurde dort oft ein Zelt aufgestellt und gefeiert.»

Vertrag zwischen Gemeinde und Bauherrschaft

Der neue Dorfplatz soll mit Bänken und einem Brunnen ausgestattet werden. Die Brunnengestaltung werde durch einen Wettbewerb bestimmt. «Drei Bewerbungen von Bildhauern und eine von einer ortsansässigen Künstlerin und Architektin sind eingegangen», gibt Alberti preis. «Mehr darf ich dazu nicht sagen, ausser, dass in den nächsten Wochen entschieden wird, wie der Brunnen aussehen soll.»

Der Bau des Dorfplatzes beruhe auf einem Vertrag zwischen der Gemeinde und der Bauherrschaft. «Die Bauherrschaft kümmert sich um den Bau des Dorfplatzes, die Gemeinde um den Brunnen», sagt Alberti. Letzteres laufe parallel zu den Bauarbeiten zum Hochwasserschutz.

Unterirdische Parkplätze zu Gunsten des Fusswegs

Hinzu kämen Parkplätze. Laut Staubli seien entlang der Dorfstrasse private Parkplätze geplant gewesen. Zu Gunsten des Fusswegs wurde stattdessen jedoch eine neue Tiefgarage geplant. Dies macht das Areal fussgängerfreundlich.

«2022 wird der Bau fertig sein. Der Dorfplatz kann dann auch für öffentliche Anlässe genutzt werden», sagt Alberti. Deren solle es maximal zwölf im Jahr geben. Auf die Frage hin, ob es eine Eröffnungsfeier geben werde, antwortet er: «Höchstwahrscheinlich schon, sofern Corona dann keine Probleme mehr bereitet.»