Sins

Jodlerklub Heimelig feiert Erfolg mit urchigem Liedgut

Buntes Gesangsbouquet des Jodlerklubs Heimelig.

Buntes Gesangsbouquet des Jodlerklubs Heimelig.

Volksnah muss es sein. Das gilt auch für das neue Theaterstück des Jodlkerklubs Heimelig. Mit dem Grundsatzt trifft er beim Publikum voll ins Schwarze und punktet am Unterhaltungsabend mit seiner kecken Theaterproduktion.

Fast alle 336 Plätze an den Tischen der neuen Ammannsmatthalle in Sins waren besetzt. Ein Beweis dafür, wie hoch im Kurs der Jodel als Schweizer Kulturgut steht. Der Jodlerklub Heimelig unter der bewährten musikalischen Leitung von René Arnold präsentierte ein abwechslungsreiches Liederprogramm.

«Das cha nor Liebi si»

Mit «Us de Bärge» von Hans Aregger und «Geburtstagsjuitz» aus der Feder von Fredy Wallimann gab der Chor zum Konzertauftakt zwei neu einstudierte Lieder zum Besten. Eine Schwyzerörgeli-Einlage der Geschwister Edith und Oskar Betschart aus Mühlau leitete über zu einigen Hits ab der neuen CD, die die Sinser Jodler im konzertfreien letzten Jahr aufgenommen hatten.

Dazu gehören «Bajazzo» von Xaver Wiget und Markus Schuler, vorgetragen vom Hausi-Chörli, «Alpenacht» von Robert Fellmann oder «Das cha nor Liebi si» von Ueli Zahnd. In zahlreichen Solopassagen setzten einige Jodler mit ihren prächtigen Stimmen spezielle Akzente. Neu im 21-köpfigen Chor aus 18 Männern und 3 Frauen mit dabei ist die Vorjodlerin Trudi Zemp.

Ein Werk aus den eigenen Reihen

Nach einer kurzen Pause war das Theaterensemble startbereit für den Dreiakter «De Goldschatz vo de Bäregg».

Geschrieben hat das Stück das Jodlerklub-Aktivmitglied Josef Brun. Zum wiederholten Mal kam damit eine Geschichte aus der Feder des renommierten Volkstheaterautors auf die Sinser Bühne, wie Präsident Thomas Huwiler, der zugleich Regie führt, anmerkte.

Das volksnahe Stück beschreibt die Geschichte eines steinreichen Originals namens «Goldhamster». Goldhamster deshalb, weil er sein Geld in Form von Goldmünzen hortet. Unter mysteriösen Umständen wird er umgebracht.

Die Theatergeschichte mit Happy End lebt von kauzigen Figuren und den durchwegs überzeugenden Darstellern. Da sind beispielsweise der Posthalter Melchior und seine Frau Marietta, ein von Raphael Köpfli und Erika Huwiler blendend gespieltes, köstlich schräges Paar.

Auch Willi Peter als arbeitsscheuer Lebenskünstler lässt sein schauspielerisches Talent aufblitzen, genauso Beat Arnold als Goldhamster oder Urs Etter als Geschäftsmann Böhmi. Der Autor Josef Brun selber spielt die Rolle des spröden Portiers Johann. Dank dem wirkungsvollen Bühnenbild und passend arrangierten Jodler-Einlagen verströmt das vor Sprachwitz sprühende Theaterstück Raffinesse und Charme.

Die weiteren drei Aufführungen: Freitag, 19., und Samstag, 20. April, jeweils 20 Uhr sowie Sonntag, 21. April, um 13.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt Sins.

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