Niederwil

Jodel und Klangsteine vereinen sich in der Klosterkirche

Arthur Schneiter und der Jodlerklub Echo vom Hasenberg bei der Hauptprobe

Arthur Schneiter und der Jodlerklub Echo vom Hasenberg bei der Hauptprobe

Hörenswerte Neuerung: Der Jodlerklub «Echo vom Hasenberg» wird bei seinem Konzert am nächsten Sonntag von Arthur Schneider und seinen Klangsteinen unterstützt. «Ich habe zuvor noch nie Steine so klingen gehört», schwärmt die Dirigentin.

«Neumodisch», mag sich der eine oder andere denken, wenn er vom Konzert «Jodel trifft Klangstein» hört. Dabei ist die Idee von klingenden Steinen und passendem Jodel eigentlich gar nicht neu, sondern laut Arthur Schneiter sogar sehr alt. «Naturtöne gehören schon seit eh und je zum Jodeln. Deshalb ist die Distanz zwischen meinen Klangsteinen und dem Jodeln klein.» Schneiter tritt mit dem Jodlerklub Echo vom Hasenberg am kommenden Sonntag in der Klosterkirche im Reusspark auf.

Speziell sei das Konzert trotzdem, sagt die Dirigentin des Jodlerklubs, Helga Schmid-Zimmermann. «Ich habe zuvor noch nie Steine so klingen gehört», gesteht sie. Die Idee sei, dass die Sängerinnen und Sänger des Echos vom Hasenberg die Steinklänge des Künstlers aufnehmen und daraus ihre Jodelmelodien entwickeln.

Krönender Abschluss

Arthur Schneiter stellt seine Klangsteine und auch Skulpturen seit dem 28. Oktober im Reusspark aus. «Das Konzert mit dem Jodlerklub bildet den krönenden Abschluss der Ausstellung.» Zusammengefunden haben der Künstler und der Jodlerklub Echo vom Hasenberg über die Kulturverantwortliche des Reussparks, Irene Briner, und das Jodlerklub-Mitglied Martin Widmer. «Arthur kam zu uns in die Probe und hat seine Steine vorgestellt», erklärt Schmid-Zimmermann. «Er brachte eine breite Palette an Steinen mit. Wir mussten zuerst auswählen, welche Steine, beziehungsweise welche Klänge überhaupt zum Jodeln passen», fügt Widmer an. Gemeinsam gestaltete man ein Konzert, das alle Beteiligten an der Hauptprobe am Dienstagabend äusserst zufrieden stellte.

«Jodeln kommt bei Jungen auf.»

«Spontan, unkompliziert und improvisiert – das sind die Wörter für ‹Jodel trifft Klangstein›», beschreibt Schmid-Zimmermann das bevorstehende Konzert. Leute, die sich auf verschiedene Klänge einlassen wollen und können, würden beim Konzert mit Sicherheit überrascht werden, führt sie weiter aus.

Schneiter, der seit 1981 Klangsteine gestaltet, hat schon früher mit Leuten aus der Jodelszene zusammengearbeitet – obwohl ihm das Jodeln eigentlich gar nie zusagte. «Ich habe mich im Laufe der Zeit mit dieser Art von Musik angefreundet», sagt er, «doch früher habe ich mich nicht für die Jodel-Musik interessiert.» Helga Schmid-Zimmermann, die am Sonntag zum ersten Mal mit dem Jodlerklub Echo vom Hasenberg auftreten wird, glaubt, dass das Jodeln bei den Jungen wieder in Mode kommt. «Ich kenne viele Jugendliche, die nun jodeln lernen wollen. Bei den 17- bis 25-Jährigen kommt der Jodelgesang wieder auf.»

Trotz guter Vorbereitung sind die Dirigentin und ihr Jodlerklub schon ein wenig nervös im Hinblick auf das Konzert am kommenden Sonntag. «‹Jodel trifft Klangstein› wird wirklich etwas Einzigartiges», verspricht die Dirigentin.

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