Schon von Weitem kann man ein Schild an der vordersten Halfpipe des Skateparks erkennen: «Skate- und Dirtpark Closing» prangt in roten Buchstaben darauf. Für Arsène Perroud, Geschäftsführer des Vereins für Jugend und Freizeit, ist das keine Überraschung: «Das Gelände wurde uns von der Gemeinde Wohlen zur Verfügung gestellt. Es war von Anfang an klar, dass wir den Platz für den Dirtpark nur so lange benützen können, bis er für den Neubau der Eishalle benötigt wird.» Für den Dirtpark sei darum auch keine Alternative vorgesehen – er verschwindet.

Besser sieht es laut Perroud für die Fans des Skateparks aus: «Er wird dorthin verschoben, wo das heutige Eisfeld steht.» Der aktuelle Standort des Skateparks wird für die Baustelleninstallation und den Neubau des Eingangsbereichs des Sportparks benötigt. «Derzeit laufen noch die Detail-Abklärungen dazu, in welcher Form ein provisorischer Betrieb während der Bauzeit möglich ist», hält er fest.

Die Minigolf-Pilzchen bleiben

Wirft man vom Skatepark aus einen Blick auf das Minigolfareal, fällt passionierten Minigolfern eines sofort auf: Das kleine Gartenhäuschen gegenüber der Kasse fehlt. «Wir haben es verkauft», erklärt Markus Huber, Präsident des Minigolfclubs Wohlen. «Ursprünglich sollte es in das neue Minigolfareal des Sportparks gestellt werden. Doch die damit verbundenen Kosten wären zu hoch, daher haben wir uns für einen Verkauf entschieden.» Der Kauf eines neuen Gartenhäuschens sei nicht in Aussicht. Dennoch: «Wir freuen uns sehr auf die neue Anlage. Unsere Bahnen sind mittlerweile alle sanierungsbedürftig. Wir sind schon sehr gespannt auf die neuen.» Die geplanten 18 Betonbahnen werden nur noch 9,6 statt 12 Meter lang sein. «Wir sehen diese Veränderung als Herausforderung und sind gespannt, ob und wie schnell wir diese meistern können», erzählt Huber und verrät weiter: «Aber die kleinen Pilzchen entlang der Bahnen werden bleiben. Sie werden etwas stabiler und mit LED-Lampen ausgestattet sein.» Eine Kasse und ein Restaurant auf der Minigolfanlage wird es nicht mehr geben, dafür werden die Minigolfer dann ebenfalls das Gastroangebots des Sportparks nutzen können.

Am 30. Januar übergab der Minigolfverein die Schlüssel für den Umbau. Seither trainieren die 39 Mitglieder hauptsächlich auf der Minigolfanlage im Büelisacker, aber auch in Olten und sogar im Tessin. Weshalb reisen die Vereinsmitglieder so weit? «Minigolfbahnen, vor allem jene mit Dach, sind eine Rarität», erläutert Christian Künzle, Vizepräsident des Vereins. «Daher sind wir sehr froh, dass unsere Minigolfbahn nicht verschwinden wird.» Huber überlegt laut: «Vielleicht werden wir mit dem neuen Platz ein Cup-Finale oder sogar eine Schweizer Meisterschaft nach Wohlen bringen können.»

Eine kleine Oase

Einzig von den Bauarbeiten verschont bleibt der Pétanqueklub Chly Paris. «Unser Platz wird eine kleine Oase zwischen den Bauarbeiten sein», erklärt Willy Fuhrer, Präsident des Vereins. «Um den Platz gibt es einen Zaun, daher werden wir ungestört trainieren können.»