Oberwil-Lieli
Jetzt ist klar, wie viel Andreas Glarner für Flüchtlingshilfe in Griechenland ausgeben will

Oberwil-Lieli hat Humanitäres vor: Die Gemeinde diskutiert über die Aufnahme einer syrisch-christlichen Familie und über einen Kredit von 50'000 Franken für Hilfe im Krisengebiet.

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«Ich bin erschrocken.» Aber erst nach seinem Besuch im Flüchtlingscamp. Andreas Glarner in Griechenland.

«Ich bin erschrocken.» Aber erst nach seinem Besuch im Flüchtlingscamp. Andreas Glarner in Griechenland.

Mario Heller

Ende August sagte Andreas Glarner, Gemeindeammann von Oberwil-Lieli und SVP-Nationalrat, dass er der Gemeinde auch ein Projekt für Hilfe vor Ort in Syrien vorlegen möchte, sowie den Vorschlag unterbreiten, eine syrische Familie aufzunehmen.

Tatsächlich ist unter Punkt 9b der Traktandenliste über die Einwohnergemeindeversammlung vom 25. November vermerkt: «Hilfe vor Ort mit einer einmaligen Geldspende». 50'000 Franken sollen dabei an die Organisation schwizerchrüz.ch gehen.

Auf Anfrage der az bestätigt Glarner, dass es sich bei der Organisation um jene handelt, bei der er auch anfangs Juli in Griechenland zwei Flüchtlingscamps besucht hatte: «Die machen dort eine gute Sache.»

Die Organisation operiert seit September 2015 in Griechenland. Aktuell betreut sie 600 Flüchtende in der griechischen Stadt Sindos in der Nähe von Thessalonike.

Näher als Griechenland könne man momentan nicht helfen, meint Glarner weiter. Auch wenn der EU-Staat nicht direkt an Syrien grenzt, sei er trotzdem stark betroffen: «Alle Flüchtlinge, die von der Türkei weiterziehen, landen dort. Zudem machen den Lagern auch die Schliessung von Idomeni zu schaffen.» Dieses liegt an der Grenze zu Mazedonien und erlangte wegen der prekären Verhältnisse traurige Berühmtheit.

Glarner kann sich vorstellen, später weitere Hilfsgelder bereitzustellen. «Dann vielleicht auch noch näher vor Ort.»