Bremgarten

Jetzt gehts vorwärts mit dem geplanten Doppelkreisel in der Oberebene

Altbekannte Tatsache: Die Stadtumfahrung und deren Zufahrtsstrassen sind gelegentlich verstopft.  SL

Altbekannte Tatsache: Die Stadtumfahrung und deren Zufahrtsstrassen sind gelegentlich verstopft. SL

Im Nachhinein ist man meistens klüger: Beim Bau der Stadtumfahrung Bremgarten vor 20 Jahren hätte ein grosser Kreisel im Gebiet Oberebene erstellt werden müssen. Der Verkehrsknoten soll nun für 6 Millionen Franken entwirrt werden.

Auf den Kreiselbau hatte der Kanton Aargau als Bauherr damals nicht zuletzt aus Kostengründen verzichtet. Denn die komfortabel angelegte, 1994 eröffnete Stadtumfahrung verschlang ohne Kreisel mehr als 81 Millionen Franken. 54,2 Millionen zahlte der Kanton, der Bund steuerte 15,5 Millionen bei, Bremgarten berappte 11,5 Mio. Franken.

Doppelkreisel als taugliche Lösung

Ein geplanter Doppelkreisel soll es richten. Der zweifache Kreisel soll sowohl die Leistungsfähigkeit des Verkehrs – auf der Stadtumfahrung rollen heute täglich gut 22 000 Fahrzeuge – als auch die Verkehrssicherheit deutlich verbessern. Seit vier Jahren liegt das Projekt mit Kreiseldurchmessern von 36 und 50 Metern bei den zwei Knoten Wohlerstrasse/Oberebenstrasse und einer neuen Verkehrsführung in der Schublade. Dringliche andere Strassenbauprojekte im Aargau sind vorgezogen worden.

Endlich kommt Schwung ins Vorhaben Doppelkreisel. Die Abteilung Tiefbau des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) führt jetzt eine interne Verfeinerungsrunde durch. Laut Sektionsleiter Werner Kaufmann geht es dabei um kleinere Optimierungen. Anfang 2012 wird das Projekt samt den Verbesserungsvorschlägen dem Stadtrat Bremgarten zugeschickt.

Realisierung in vier Jahren

Gleichwohl müssen sich Bremgarter und auswärtige Autofahrer noch mehrere Jahre bis zur Realisierung gedulden. Frühestens an der Juni-Gmeind 2012 wird im Reussstädtchen über den Doppelkreisel und den Kostenanteil Bremgartens abgestimmt. Fest steht heute lediglich, dass der Kanton Aargau den Löwenanteil des voraussichtlich rund 6 Millionen Franken teuren Doppelkreisels zu finanzieren hat. Sofern Bremgarten Mitte 2012 grünes Licht gibt, könnte die öffentliche Projektauflage im Herbst 2012 stattfinden. Im Jahr 2013 möchte der Kanton den Landerwerb anpacken, sodass 2014 oder 2015 gebaut werden kann. Zum Kreisel-Bauwerk gehören auch eine neue Überführung für Velofahrer und die Verlegung der Bushaltestellen.

Geduld muss auch Herbert Schüpbach aufbringen. Der Berner Unternehmer möchte in der Nähe der Stadtumfahrung, auf Bauland des Unternehmens Elro und unweit des Tankstellenshops Shell/Migrolino, ebenfalls einen Tankstellenshop und zusätzlich einen Autogewerbebetrieb bauen. Gut 2 Millionen will Schüpbach möglichst zügig in sein Projekt stecken. Er wird warten müssen, weil das Doppelkreiselprojekt auch das Elro-Land tangiert.

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