Spendenaktion

Mit diesem Song sammelt eine Villmerger Musikerin Geld für «Jeder Rappen zählt»

Beata Bereuter mit ihrem «Wunsch»

Beata Bereuter mit ihrem «Wunsch».

Musikerin Beata Bereuter ist mit ihrem «Wunsch» auf kleiner Spendentour für «Jeder Rappen zählt». Die Freiämterin wird den Song an so vielen Weihnachtsmärkten wie möglich spielen – manchmal allein mit ihrer Gitarre, manchmal mit Bandkollegen in verschiedenen Formationen.

Manchmal braucht es gar nicht viel, um Beata Bereuter zu einem Song zu inspirieren. Manchmal reichen ein glühender Sonnenuntergang und ein lieber Mensch neben ihr. «Ich gehe mit dir auf einen Spaziergang, schau, die Sonne, die schon müde ist, häkelt Schäfchenwolken aus rosarotem Licht.» Ein herziger Anfang für ein Liebeslied. Doch beim Liebeslied ist es nicht geblieben.

Mittlerweile hat die 38-jährige Musikerin ihren daraus entstandenen Song «Wunsch» zusammen mit ihrer guten Freundin, der Slam-Poetin Patti Basler, so umgeschrieben, dass er perfekt zum diesjährigen Motto der Spendensammelaktion «Jeder Rappen zählt» passt: für ein Dach über dem Kopf. In ihrem Song nimmt die Villmergerin ihre Zuhörerinnen und Zuhörer jetzt nicht mehr mit auf einen Spaziergang ins Land der Liebe, sondern in jenes der Solidarität. «Und wir bauen ein Dach aus Vertrauen mit Ziegeln aus Hoffnung drauf, mit tragenden Balken aus Liebe, und die Tür unters Dach ist immer offen», heisst es weiter im Text, der natürlich, wie man es von Beata Bereuter gut kennt, auf Schweizerdeutsch gesungen wird.

Nur fast zu kitschig

«Mir war schon bald klar, dass dieser Song das Potenzial hat, zu einem Solidaritätssong umgeschrieben zu werden», erinnert sie sich. «Der Titel war damals schon ‹Wunsch›, und der passt wunderbar, denn wir wünschen ja allen Menschen ein Dach über dem Kopf.» Im Lied heisst es weiter: «Ich habe noch den Wunsch von offenen Türen und vom dichten Dach, von Leuten, die aufeinander acht geben, und die füreinander da sind. Menschen, die schätzen, was sie haben, und die teilen können, die eben gerade nichts dafür wollen.»

Bereuter erklärt: «Wenn wir als Band zu einem sozialen Projekt beitragen können, dann probieren wir das doch auch.» Mit diesem Argument konnte sie auch Patti Basler überreden, ihr beim Umschreiben des ehemaligen Liebeslieds zu helfen. «Für sie ist es fast zu kitschig, sie verpackt Liebe lieber in Satire. Aber wenn es um einen guten Zweck geht, macht sie natürlich mit», erzählt Bereuter lachend.

Kantiklasse übersetzt den Song

Nun wird die Freiämterin den Song an so vielen Weihnachtsmärkten wie möglich spielen – manchmal allein mit ihrer Gitarre, manchmal mit Bandkollegen in verschiedenen Formationen. Immer dabei sein wird die kleine Glasbox, in die man seine Spende legen kann.

«Ich freue mich insbesondere auch auf die Begegnungen mit den Leuten auf diesen Märkten.» Sie hat den Song noch nicht oft live gespielt, und dennoch sind schon verschiedene schöne Projekte daraus entstanden. «Eine Kantilehrerin aus Zug hat ihn gehört und wird ihn nun mit ihrer Klasse auf Französisch übersetzen», freut sich die Boswiler Kindergärtnerin. «Und eine Lehrerkollegin aus Boswil übt das Lied mit Boswiler Schülern im Chor ein. Das freut mich unglaublich.» Auch SRF 3 hat sich gemeldet, für «Jeder Rappen zählt» darf Beata Bereuter samt Band live in einer Sendung auf dem Europaplatz in Luzern auftreten.

Im Freiamt wird sie sicher am Weihnachtsmarkt Meienberg (18. November) anzutreffen und vor allem zu hören sein. Ob sie auch in Bremgarten spielen darf, ist noch offen.

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