Wohlen

Jean-Pierre Gallati tritt aus dem Einwohnerrat zurück

Jean-Pierre Gallati.

Jean-Pierre Gallati.

Die Jubiläumssitzung «50 Jahre Einwohnerrat Wohlen» vom Montag, 14. Dezember ist für Jean-Pierre Gallati die letzte. Er hat seinen Rücktritt aus dem Wohler Parlament angekündigt und will sich auf seine Arbeit im Grossen Rat konzentrieren.

Jean-Pierre Gallati, der am Dienstag von der Aargauer SVP-Grossratsfraktion zu ihrem neuen Präsidenten gewählt worden ist, tritt per Ende Jahr aus dem Wohler Einwohnerrat zurück. Seine Demission überrascht nicht. Es ist schon länger bekannt, dass sich Gallati politisch entlasten will.

«Die Wahl zum Fraktionspräsidenten hat zwar jetzt definitiv den Ausschlag gegeben, ich wäre aber in den nächsten Monaten so oder so aus dem Einwohnerrat Wohlen zurückgetreten», erklärte er denn auch gegenüber der az. Schon bisher sei mit dem Doppelmandat der beiden Ämter die Belastung hoch gewesen: «Wenn man seine Arbeit ernst nimmt und sich seriös mit den Sachgeschäften auseinandersetzt, ist es ein Spagat, der auf die Dauer kaum zu bewältigen ist. Mit der zusätzlichen Belastung als Fraktionspräsident geht es nun wirklich nicht mehr», sagt Gallati. Dem Wohler Einwohnerrat gehört Jean-Pierre Gallati seit 10 Jahren an.

Gemischte Bilanz

Über diese Zeit zieht der SVP-Politiker eine gemischte Bilanz: «Das Klima hat sich sowohl unter den Mitgliedern wie auch zwischen den Fraktionen mit den Jahren stark verbessert. Und auch die Politik hat sich zumindest etwas von der früheren Mitte-Links-Politik weg entwickelt», sagt er. Auch das Verhältnis zum Gemeinderat sei weit besser als in den Anfangszeiten. «Lediglich der Umgang mit dem Gemeindeammann ist ‹anspruchsvoll› geblieben», sagt Gallati nüchtern.

Wer im Einwohnerrat nachrutscht ist noch offen. Wenn Roland Vogt in den Gemeinderat gewählt wird, gibt es bei der SVP sogar eine Doppelvakanz. Kronprinzen wären Adrian Kündig und Daniel Meier.

Und Kronprinz, allerdings für den Grossen Rat, ist auch der Präsident der Wohler SVP-Fraktion Edi Brunner. Wenn Andreas Glarner demissioniert, könnte er nachrutschen. Erster Ersatzmann ist Roger Heiss, der ehemalige Gemeindeammann von Hermetschwil. Er ist jedoch neu als Bezirksrichter gewählt worden und muss deshalb passen.

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