Zufikon
Janic Notter lief es besser als seinem Vorbild Roger Federer

Am Samstag feierte Janic Notter den 14. Geburtstag, am Sonntag wurde er Aargauer Meister im Tennis. Dennoch ist der Zufiker, der Nachwuchstitel sammelt wie sein Idol Roger Federer Grandslam-Titel, mit seinem Spiel nicht ganz zufrieden.

Fabio Baranzini
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Janic Notter spielte sich an den Aargauer Meisterschaften ohne Satzverlust zum Titel. Fabio Baranzini

Janic Notter spielte sich an den Aargauer Meisterschaften ohne Satzverlust zum Titel. Fabio Baranzini

Fabio Baranzini

Am Wochenende ist der junge Tennis-Spieler Janic Notter Aargauer Junioren-Meister in der Kategorie U14 geworden. Das hat seinem grossen Traum neue Nahrung gegeben: Er möchte dereinst auf dem heiligen Rasen von Wimbledon auflaufen. Wie sein grosse Vorbild Roger Federer, dem es allerdings am Wochenende nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist.

Am letzten Samstag hat der Zufiker seinen 14. Geburtstag gefeiert. Und just am Tag danach beschenkte er sich gleich selbst und holte sich in der Kategorie U14 den Aargauer Meistertitel. Der Nachwuchscrack aus Zufikon wurde seiner Favoritenrolle bei den kantonalen Junioren Meisterschaften in Teufenthal gerecht und spielte sich ohne Satzverlust zum Titel. Im Endspiel bezwang er Denis Plüss (R3) in zwei Sätzen und blieb dabei weitestgehend ungefährdet.

Selbstkritik auf hohem Niveau

Ganz zufrieden war er mit seinem Spiel aber trotzdem nicht. «Ich habe in beiden Sätzen 4:1 geführt und dann mit dem Vorsprung im Rücken mein Spielkonzept nicht mehr konsequent umgesetzt. So verkürzte mein Gegner beide Male auf 3:4», so Notter. Doch das ist Selbstkritik auf hohem Niveau, denn der Defensivspezialist Notter war am Ende der variablere Spieler und damit auch der verdiente Sieger.

Wie viele kantonale Nachwuchstitel er bereits gewonnen hat, weiss Janic Notter nicht genau. «Aber es dürften gegen zehn sein», meint er mit einem Lachen auf den Lippen. Sowieso hat Janic Notter gut lachen, denn er blickt auf eine erfolgreiche Sommersaison zurück. Der Junior des TC Bremgarten hat wesentlichen Anteil daran, dass die erste Interclubmannschaft des Vereins in die Nationalliga C aufgestiegen ist. Notter hat zwei Doppel und fünf von sechs Einzelpartien gewonnen – und das, obwohl er jeweils auf Position eins oder zwei aufgelaufen war.

Als Nummer sieben des Landes in seinem Jahrgang durfte Notter auch an der Junioren-Schweizer-Meisterschaft mitmischen und erreichte dort immerhin die zweite Runde.

Derzeit trainiert Notter, der die 3. Bezirksschulklasse besucht, zehn Stunden pro Woche in Horgen. Dabei verfolgt er ein klares Ziel. «Ich möchte mich weiter verbessern, so, dass ich nach der Bezirksschule das Sportgymnasium Rämibühl besuchen und weiterhin viel Tennis spielen kann», so Notter.

Traum von der Profikarriere

Doch der Youngster träumt noch von viel mehr: Er möchte dereinst Profi werden und in Wimbledon spielen. «Dieses Turnier fasziniert mich und ich mag mich daran erinnern, wie Roger Federer dort mehrmals gewinnen konnte», so Notter. «Seither träume ich davon, eines Tages auch dort spielen zu können.»

Doch der Weg dorthin ist noch weit und voller Hindernisse, die Janic Notter überwinden muss. Eine erste Hürde nimmt er Ende des Monats, wenn er sich bei einem Turnier in Davos erstmals mit der internationalen U14-Konkurrenz messen wird.

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