Widen
«Jabadabaduuu!» - Steinzeitliches Vergnügen mit der Familie Feuerstein

Das Jugendtheater steckt mitten in den Proben für seine neue Produktion, die dreimal aufgeführt wird. Darin gehen Fred Feuerstein und sein Kumpel Barney auf Räuberjagd.

Susanne Brem
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Fred und Barney im vorsintflutlichen Rollmobil auf der Bühne der Mehrzweckhalle Widen. sb

Fred und Barney im vorsintflutlichen Rollmobil auf der Bühne der Mehrzweckhalle Widen. sb

Auf der Bühne der Mehrzweckhalle ist Probearbeit angesagt. «Gut, macht euch bereit», ruft Regisseurin Evelyne Brader aus dem Zuschauerraum, «Szene 5, die Verfolgungsjagd.» Das Licht geht aus, der Scheinwerfer an. Im nächsten Moment erscheint ein Fahrzeug, in dem die beiden Kumpels Fred und Barney sitzen. Das vorsintflutliche Gefährt ist eine komplette Nachbildung aus dem bekannten Cartoon-Film. Selbstverständlich sind die Räder aus fast echtem Stein, das Fahrgestell aus Holz und Leder, für den Antrieb wird Manpower verwendet.

Schmerzende Füsse

«Fred, mir müend unbedingt öppis mache mit dene Brämse», findet Barney. «mini Füess rüched ja scho richtig!» Er reibt sich die Füsse. Autofahren in der Steinzeit ist wahrlich kein Zuckerschlecken.

Fred und Barney sind einer heissen Sache auf der Spur, sie verfolgen einen Räuber. Bremsen liegt jetzt sowieso nicht drin, sie sind hinter einem Räuber her. «Gib Gutzi, mach Tempo», befiehlt denn auch Fred. Im Museum für Gegenwartskunst wurde nämlich ein Kunstwerk von unschätzbarem Wert gestohlen, ein sehr seltenes Dinosaurierei. Die Medien wittern eine Jahrhundert-Story, und die Reporter sind mit Kamerateams vor Ort. Die Museumsdirektorin bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falles, wovon sich Fred und Barney sofort angesprochen fühlen. Während sich deren Frauen Wilma und Betty im Schönheitssalon «ValenDino» den neuesten Tratsch erzählen, geht der Rest der Familie auf Verbrecherjagd.

«Wir wollten dieses Mal einen spannenden Krimi schreiben», erzählen die beiden Regisseure Evelyne Brader und Thomas Müller, «Fred und Barney gaben uns den steinzeitlichen Rahmen dazu.» Die Story erfand und schrieb das Regie-Duo gemeinsam und mit Unterstützung der Jugendtheater-Kinder. Im Frühling begannen die Proben. Zu vorgegebenen Themen wurde munter improvisiert. Aus einzelnen Sätzen der Kinder und einer Portion Fantasie entwickelten Evelyne Brader und Thomas Müller dann die Krimi-Geschichte. Während der Sommerferien arbeiteten sie am Manuskript. «Dabei konnten wir einige Ideen der Kinder ins Stück einfliessen lassen.»

Tolles Experiment

Zum ersten Mal wird das Jugendtheater von einem Live-Orchester musikalisch begleitet, und zwar vom «Crescendo-Mio», einem Musikprojekt für junge Musizierende aus der Region Freiamt. Unter der Leitung von Urban Bauknecht und Farin Feller geben rund 15 Orchesterkinder den Theaterkindern einen musikalischen Rahmen. Ein tolles Experiment.

Einmal mehr hat das ganze Team des Jugendtheaters Widen keinen Aufwand gescheut, um den Besuchern eine vergnügliche Aufführung zu bieten. Überall – von den Kulissen, über die Kostüme bis zu den Requisiten – steckt viel Liebe zum Detail drin.

Ticket-Vorverkauf www.jugendthaterwiden.ch
Aufführungen Fr. 15.11., 19.30 Uhr, Sa. 16.11., 19.30 Uhr, So. 17.11., 15.00 Uhr, Mehrzweckhalle Widen.