Nuebau

Ja zum Land-Deal in Dorfzone

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Niederwiler Gemeindeversammlung stimmt Verkauf für 510 000 Franken zu. Es soll eine Mehrfamilienhaus-Siedlung soll entstehen.

Das 1200m grosse Gemeindeland im Vorderdorf geht zum Preis von 510000 Franken ans Immobilienunternehmen Brunner+Kottmann,
Zufikon. An der Gemeindeversammlung Niederwil war der Landverkauf unbestritten. Jetzt besitzt das Unternehmen in diesem Gebiet 9200m Bauland und will bald mit der Realisierung einer Mehrfamilienhaus-Siedlung beginnen.

Betreutes Wohnen auf Prüfstand

Der frühere Gemeindeschreiber Alois Riner wollte die Gemeinde verpflichten, aus dem Verkaufserlös einen Grundstock anzulegen für betreutes Wohnen im Alter. Eine derart verbindliche Regelung wäre rechtlich wohl unzulässig gewesen. Daher wurde Riners Forderung in einen Überweisungsantrag abgeändert, der mit grossem Mehr gegen 5 Nein Zustimmung fand. Der Gemeinderat wird das Anliegen prüfen und der
Gemeindeversammlung im Sommer 2011 einen Bericht vorlegen.

Grundwasser oder Holzschnitzel?

Kurze, spannende Diskussion an der von 122 der 1575 Stimmberechtigten besuchten Gmeind: Wie soll die Heizungsanlage im Schulhaus Riedmatt saniert werden? Gemeindeammann Walter Koch schlug vor, die reparaturanfällige Luft-/Wasser-Wärmepumpe durch eine Grundwasser-Wärmepumpanlage für rund 500 000 Franken zu ersetzen. Koch führte ins Feld, diese Lösung verspreche eine hohe Energieeffizienz und vergleichsweise bescheidene Betriebskosten. Förster Armin Künzli setzte sich für eine Holzheizung mit einheimischen Schnitzeln ein: «Die Ortsbürgergemeinde Niederwil hat Anrecht auf Energielieferungen aus dem heimischen Wald.»

Gestochen haben letztlich die beiden ins Feld geführten Argumente «Grundwasser befindet sich direkt vor unserer Nase» und «Holzheizung ist bei einem Neubau eine gute Variante, nicht aber bei einer Sanierung». Die neue Wärmepumpenanlage kam bei grossem Mehr durch, nachdem ein Rückweisungsantrag zuvor klar gescheitert war.

Niederwil auf Wachstumskurs

Die 2400 Einwohner zählende Reusstalgemeinde wird zügig wachsen. In den nächsten Jahren entstehen 100 bis 150 neue Wohneinheiten. Nicht zuletzt aus diesem Grund bewilligte die Gemeindeversammlung mehrere Infrastruktur-Vorhaben. So die Erschliessung des Baugebiets Algier, eine Gesamtplanung für die öffentlichen Bauten der Gemeinden, die Feinplanung des Gewerbegebiets Geere und die Vergrösserung des Elektrizitätsnetzes für den Anschluss der neuen Biogas-Anlage.

Unbestritten waren die zweiteilige, 29000-fränkige Vorlage Schulsozialarbeit sowie das Gemeindebudget 2011 mit dem unveränderten Steuerfuss von 99%. Unter «Verschiedenem» war zu vernehmen, dass der geplante Veloweg von Fischbach-Göslikon via Gnadenthal nach Stetten frühestens 2013 realisiert werden kann.

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