Wohlen

Ja, es wird eine Dreifachhalle

Mit 35 Ja- gegen 2 Nein-Stimmen bestätigten die Einwohnerrätinnen und -räte den Zusatzkredit. Fabio Vonarburg

Mit 35 Ja- gegen 2 Nein-Stimmen bestätigten die Einwohnerrätinnen und -räte den Zusatzkredit. Fabio Vonarburg

Der Wohler Einwohnerrat hat mit 35 zu 2 Stimmen eine Zweifachhalle vom Tisch gefegt.

Eigentlich ging es nur um einen Zusatzkredit für die Planung. 350 000 Franken beantragte der Gemeinderat an der gestrigen Einwohnerratssitzung zusätzlich für das Vorprojekt einer neuen Sporthalle. Doch indirekt haben die Einwohnerrätinnen und -räte mit ihrem Ja zum Zusatzkredit auch ein Ja zu einer neuen Dreifachsporthalle gegeben. Das sagte Gemeinderat Thomas Burkard ganz deutlich: «Wenn Sie jetzt den Zusatzkredit genehmigen, ist das auch ein klares Statement zum Vorprojekt. Und das beinhaltet eine Dreifachsporthalle und die Maximalvariante der Parkplatzlösung.» Und sie genehmigten. Mit 35 Ja- gegen 2 Nein-Stimmen.

Fraktionen sind sich einig

Laura Pascolin fasste das Vorhaben im Namen der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) zusammen: «2017 waren wir noch davon ausgegangen, dass eine Zweifachhalle ausreichen würde. Doch der Hallenbedarf ist seither um 12,5 % gestiegen. Darum steht fest, dass eine Dreifachhalle benötigt wird. Und zwar vor allem für die Schulen, aber auch für die Vereine.» Ausserdem lösen die Einwohnerrätinnen und -räte mit ihrer Entscheidung neben dem Turnhallenproblem auch das Parkierungsproblem beim Schulzentrum Halde und dem Berufsbildungszentrum bbz Freiamt. Da stimmten ihr sämtliche Parteien zu. Franziska Matter (Grüne) sagte: «Es ist unumstritten, dass eine Dreifachhalle dringend nötig ist.» Für EVP/GLP stimmte auch Julia Frischknecht zu und lobte gar den Enthusiasmus, mit dem man das Projekt vorantreibe. Marc Läuffer (SVP) fand schade, dass sich das Planerteam zerstritten hat, «doch trotz einiger Negativpunkte sind wir einstimmig dafür». Ganz so einstimmig war die SVP nicht, denn die zwei Nein-Stimmen kamen aus der hintersten Reihe. Sämi Keller (FDP/Dorfteil Anglikon) zeigte dagegen «riesige Freude, das Projekt ist gut und schlüssig aufgegleist». Ihm gefiel vor allem die Standortwahl, und er betonte, dass eine solche Zwillingshalle, zu der die beiden aneinandergebauten Hofmatten-Hallen dereinst werden sollen, plötzlich nationale Bedeutung haben werde. Damit solle man werben und so auch Fördergelder abholen können.

Unterstützung vom Swisslos-Fonds

Letzteres konnte Thomas Burkard bereits bestätigen. Auf sein Gesuch beim Swisslos-Fonds erhielt der Gemeinderat vor kurzem die Antwort, dass der Mehrwert einer solchen Dreifachhalle mit der geplanten Zuschauerkapazität als «überregionale Bedeutung» eingestuft werden könne und entsprechend subventionsberechtigt sei. «Einen genauen Betrag wissen wir noch nicht, aber der wird irgendwo zwischen 250 000 und 800 000 Franken liegen», so Burkard.

Die erste Hürde hat das Projekt Dreifachsporthalle Hofmatten genommen. Ende Jahr soll das Bauprojekt bereit sein und Anfang 2020 vom Einwohnerrat und vom Volk genehmigt werden. Läuft alles gut, sollte die neue Halle ab Ende 2020 gebaut und Anfang 2022 bezogen werden können.

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