In einem Vertrag mit der Genossenschaft Alterszentrum am Bach hat sich die Gemeinde Arni verpflichtet, elf Plätze im neuen Altersheim in Birmensdorf zu belegen. Ursprünglich hätte diese Vereinbarung schon bei der Eröffnung im Oktober 2012 gelten sollen. Inzwischen hat die Genossenschaft die Vorgabe aber zeitlich gestaffelt. Bis Januar muss Arni sechs Plätze belegen, bis Februar acht, bis März zehn und bis April alle elf.

Doch vor zehn Tagen waren noch immer sieben Plätze frei, die für Einwohner von Arni reserviert sind. «Es läuft relativ harzig, damit haben wir aber gerechnet», erklärt Gemeindeammann Heinz Pfister. Obwohl das Alterszentrum am Bach in Birmensdorf modern und attraktiv sei, ist es laut Pfister relativ schwierig, «Senioren aus Arni dazu zu bewegen, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen».

Gemeinde zahlt für leere Zimmer

Problematisch ist dies für Arni, weil die Gemeinde laut Vereinbarung für jedes leere Zimmer pro Tag einen Betrag von 215 Franken zahlen muss. Pfister relativiert aber: «Wir haben dafür einen gewissen Betrag budgetiert, die Situation kommt für uns nicht überraschend.» Er ergänzt, für Arni sei die gewählte Lösung mit der Belegungsverpflichtung immer noch sehr günstig. «Wenn wir uns am Bau beteiligt hätten, wäre unser Anteil für elf Zimmer auf 4 bis 5 Millionen Franken zu stehen gekommen.»

Dennoch sucht die Gemeinde weiterhin Senioren, die ins Alterszentrum Birmensdorf ziehen möchten. «Wir hoffen, dass sich auch Personen aus umliegenden Gemeinden dafür interessieren», sagt Pfister. Dabei ist insbesondere das benachbarte Islisberg angesprochen. «In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Arni können wir auch den Einwohnerinnen und Einwohnern von Islisberg Plätze im Alterszentrum am Bach in Birmensdorf anbieten», heisst es in den aktuellen Gemeindenachrichten.

Pfister hält fest: «Wenn die Anmeldungen über die Gemeindekanzlei Arni laufen, werden auch Bewohner aus Nachbargemeinden an unser Kontingent angerechnet.» Und er betont: «Wer via Gemeinde angemeldet wird, muss den Tageszuschlag für Auswärtige nicht berappen.» Dieser Zuschlag beträgt in Birmensdorf immerhin zehn Franken im Tag.