Wohlen

Integra will bestehende Liegenschaften behalten

Die bisherigen Integra-Gebäude sollen nicht verkauft werden. Toni Widmer

Die bisherigen Integra-Gebäude sollen nicht verkauft werden. Toni Widmer

In einem Jahr will die Integra ihren Neubaubeziehen. Das alte Domizil will sie aber nicht verkaufen.

Im Juni 2016 bezieht die Behinderteninstitution Integra Freiamt ihr neues Hauptgebäude «Neuland». Die bisherigen Liegenschaften sollen nicht verkauft, sondern umgenutzt werden. «Wir sind am Planen. Besonders der Bereich der Integration von Spätinvaliden in den ersten Arbeitsmarkt wächst stark an», sagt der stellvertretende Geschäftsführer und Finanzchef Thomas Hoffmann. Dafür brauche man Räume.

Neuland betritt die Integra nicht nur mit dem Neubau, sondern auch bei der Gestaltung des Geschäftsberichts 2014. Dieser steht unter dem Motto «Kreativität». Die Fotografien im Bericht steuerte Peter Näf, ein betreuter Mitarbeiter der Integra, bei. Im Jahresbericht spricht der auf der Baustelle engagierte Polier Domenico Serratore Klartext. Probleme löse man nicht, indem man sich den Kopf darüber zerbreche, sondern, indem man sie anpacke, lässt er wissen.

Spezielles Farbkonzept

Als zentrales Element setzt die Farbgestalterin Angelika Walthert aus Luzern im Neubau die aufeinander abgestimmten Farbtöne. Sie ermöglicht den Menschen, die darin arbeiten, ein Arbeitsklima, das sie motiviert und zu Kreativität anregt, ohne abzulenken.

Mit dem neuen Gastronomiekonzept wagt die Integra den Schritt an die Öffentlichkeit. Ein Bistro, ein Selbstbedienungsrestaurant und ein bedientes Lokal – das sei «eine richtig grosse Kiste», stellt Yves Mersch, Leiter Gastronomie, fest. Dabei werden die Klienten der Integra nicht nur in der Küche, sondern auch im Service eingesetzt. Ihre Gäste sollen nicht mehr einzig Leute aus der Integra sein, sondern auch Schüler, Geschäftsleute, Arbeiter aus der Umgebung und überhaupt die ganze Bevölkerung. Weil die Integra am neuen Standort nicht alle Bedürfnisse abdecken kann, sollen die bestehenden Liegenschaften intern umgenutzt und nicht verkauft werden, teilt Pius Meier, Leiter Facility Management, mit. Für das in die Jahre gekommene Hauptgebäude, die Villa und den Pavillon werden Umnutzungskonzepte erstellt.

Mehr mit weniger Geld

Für den Geschäftsführer Pascal Gregor ist die Zufriedenheit des Personals ein wichtiger Wert. Diese müsse man gemeinsam erreichen, stellt er fest. Ängste und Risiken müsse man frühzeitig erkennen – auch beim Umzug in das neue Hauptgebäude. «Integra Neuland» sei zwar eine Riesenchance. Man müsse aber jene Klienten und Angestellten beruhigen, die Mühe hätten, Vertrautes loszulassen, oder jene, die sich «erstaunlich oft» fragten, ob sie morgen noch einen Job hätten.

Die Geschäftsleitung sei sich bewusst, so Pascal Gregor weiter, dass die Integra in Zukunft mit weniger Mitteln mehr Leistungen erbringen müsse. Aber diese Herausforderungen nehme man an, zumal man sie meistern könne, «solange wir im Gespräch bleiben und uns nicht von Ängsten leiten lassen». Die Integra mit über 140 Mitarbeitern und 289 Klienten präsentiert für 2014 einen Jahresabschluss mit einer schwarzen Null.

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