Wohlen
Integra-Neubau gefällt allen – auch ohne Klimaanlage

Das Betriebsgebäude «Neuland» der Integra wurde offiziell eingeweiht. Die Verantwortlichen sprechen von einem «herrlichen Neubau».

Jörg Baumann
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Stiftungsratspräsident Josef Brunner (links) übergab Geschäftsführer Pascal Gregor eine Bildchronik über die Bauzeit. Jörg Baumann

Stiftungsratspräsident Josef Brunner (links) übergab Geschäftsführer Pascal Gregor eine Bildchronik über die Bauzeit. Jörg Baumann

Jörg Baumann

Ein Buch voller Erinnerungen brachte Integra-Stiftungsratspräsident Josef Brunner zur Eröffnung des neuen Betriebsgebäudes «Neuland» mit: einen Bildband von der zweijährigen Bauzeit. Der Wohler Berufsfotograf Markus Stierli, ein Nachbar von Brunner, machte auf der Baustelle ungezählte Aufnahmen. Brunner stellte die besten in einer bebilderten Chronik zusammen und übergab sie Geschäftsleiter Pascal Gregor.

Unfallfrei und im Kostenrahmen

Brunner zeigte sich glücklich, dass es während der Bauzeit keinen Unfall gegeben hat und die Architekten den Neubau termingerecht und im Kostenrahmen übergeben konnten. Bereits 1999 hätten Stiftungsrat und Geschäftsleitung festgestellt, dass die Raum- und Platzverhältnisse an der Jurastrasse im damaligen Arbeitszentrum Freiamt zu eng geworden waren.

Nach eingehenden Machbarkeitsstudien über eine allfällige Erweiterung entschied der Stiftungsrat 2008, auf eine Sanierung vor Ort zu verzichten und ein Grundstück für einen Neubau zu suchen. Das Land konnte die Stiftung 20 Monate später kaufen. Der Projektwettbewerb wurde 2011 gestartet.

Aus 60 eingereichten Projekten gewann das Architekturbüro Dorji Sigrist in Luzern den Wettbewerb. Das Siegerprojekt musste nach den Vorgaben der Subventionsbehörden jedoch stark überarbeitet werden. Herausgekommen sei trotzdem ein «herrlicher Neubau», sagte Brunner. Immerhin habe man das Raumprogramm um zehn Prozent kürzen müssen, stellte Architekt Tashi Dorji fest. Dass der Lichthof dennoch erstellt werden konnte, sei ein Glücksfall. Nach seinen Vorstellungen könnte man das Gebäude in 25 Jahren erweitern.

Einwohnerratspräsident Andrea Duschén freute sich ebenfalls über den Neubau, wo sich die Volksschule mit dem Mittagstisch Bünzmatt und die Kantonsschule Wohlen mit einem Werkraum eingemietet haben. Das neue Restaurant Hans & Heidi werde sicher die Gelegenheit verschaffen, dass sich die Bevölkerung mit den Mitarbeitenden der Integra treffen könnte. Duschén wünschte sich, dass sich die Integra weiter entwickle. «Wir brauchen euch», sagte er.

Heute kaum mehr zu realisieren

Regierungsrat Alex Hürzeler würdigte die Bereitschaft, das Projekt an die Vorgaben anzupassen. Einigen sei bereits aufgefallen, dass auch die Klimaanlage fehle. Hürzeler tröstete die Festgemeinde: «Ich habe in künstlich gekühlten Gebäuden auch schon gefroren.» Der Neubau mit der grössten Gartenbeiz von Wohlen erfülle unter den Institutionen, die für Menschen mit einer Beeinträchtigung zuständig seien, eine wichtige Funktion. Das Gebäude habe gerade noch rechtzeitig ausgeführt und bezogen werden können. Denn heute wäre ein solches Vorhaben unter dem noch grösseren Spardruck noch viel schwerer durchzubringen.