Der Initiative von Ortsbürgerin Vally Stäger ist es zu verdanken, dass die Gemeinde Wohlen wieder einen Neujahrsapéro für die Bevölkerung der Freiamtmetropole offeriert. Sie erschienen denn auch zahlreich, um im Schlössli ihr Glas zu erheben und bei Wein, Bier, Saft, Wasser und kleinen Häppchen das Neujahrsgeschenk der Wohler Ortsbürger zu geniessen. Mit 3000 Franken lässt sich natürlich kein Apéro riche für ein ganzes Dorf ausrichten, aber darum ging es der Initiantin auch nicht: «Lieber klein, aber fein», sagte eine zufriedene Vally Stäger, «als dass es überhaupt keinen solchen Anlass gäbe.»

Die Mundpropaganda hatte gereicht, um das Schlössli mit gut 80 Personen zu füllen. Auch ein Rahmenprogramm war nicht notwendig. Die Leute unterhielten sich bestens rund um die Stehtischchen.

Ein Höhepunkt war dann allerdings die Neujahrsansprache von Gemeindeammann Arsène Perroud. Er wünschte der ganzen Gemeinde nämlich «alles Gute!» und führte dann aus, wie vieles in diesem oft zur blossen Floskel verkommenen Wunsch drinstecken kann. So richtete er seine Wünsche für Vertrauen, Unterstützung, Verlässlichkeit, Fairness und Ehrlichkeit, aber auch für Mut und Kreativität in neuen Situationen, Grosszügigkeit anderen Menschen gegenüber sowie Ruhe und Gelassenheit, damit Körper und Geist gesund bleiben, zwar wohl an alle Apérobesucher, liess aber zwischen den Zeilen immer wieder erkennen, dass er auch für das Wohl der Verantwortungsträger in der Gemeinde sprach: «Ich wünsche Ihnen, dass Sie es im kommenden Jahr nur mit Menschen zu tun haben, welche andere Meinungen und Entscheidungen objektiv beurteilen, respektieren und wertschätzen.»